Radsport gegen sexualisierte Gewalt

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Foto von Wolfgang Schreiber

In diesem Monat beginnt die neue Straßensaison und die Vorbereitungen sowohl bei den Funktionären wie auch bei den Aktiven sind so gut wie abgeschlossen.

Um seine Mitglieder zu schützen, geht der heimische Radbezirk mit seinem Vorsitzenden Andreas Brembeck (RSF Velbert) nun auch einen formellen Weg. Denn mit Daniel Pacheco Calderôn (Musketier Wuppertal) ist jetzt als Ansprechpartner gegen „sexualisierte Gewalt“ ein Fachmann eingesetzt worden. Der 28-jährige, der auf eine erfolgreiche Arbeit als Referent bei der NRW-Sportjugend in Duisburg blicken kann, stellte im Rahmen der Bezirks-Jahreshauptversammlung die Grundpfeiler seiner Arbeit, nämlich Prävention und Intervention, vor. Dies bedeutet, dass alle Mitglieder, insbesondere Kinder, gegen sexuelle und jegliche andere Übergriffe geschützt sein müssen. Auch darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner Hautfarbe, Nationalität oder seines Glaubens diffamiert werden.

Dieses Thema, welches selbstverständlich in jedem (Sport-)Verein höchste Priorität haben sollte, haben sich die heimischen Radsportler nun ganz groß auf die Fahne geschrieben. So gehört auch die strikte Ablehnung von Doping oder anderen unerlaubten Mitteln zu den Präventionen. Damit möchte man ein Ausrufezeichen auch hinter das leidige Thema setzen, welches in den vergangenen Jahren das Image des Radsports schwer beschädigt hatte. Neben den positiven Entwicklungen im Radbezirk Bergisch Land scheinen dagegen interne Streitigkeiten Deutschlands mitgliederstärksten Landesverband, Nordrhein Westfalen, zu zerreißen. Von ursprünglich elf Bezirken hat sich der rechte Niederrhein (unter anderem mit der Stadt Essen) jetzt vom LV-NRW abgemeldet. Grund sind geplante Reformen in der Führungsspitze sowie die umstrittene Zusammenarbeit mit einem Beratungsunternehmen und dafür explodierende Kosten. Die Hauptversammlung vom Landesverband Nordrhein Westfalen, zu der auch Präsident Rudolf Scharping vom Dachverband BDR erwartet worden war, ist kurzerhand von März auf Juni verschoben. Andreas Brembeck, der dem erweiterten Landesvorstand angehört, hofft auf eine Einigung auf Funktionärsebene und meint: „Die Sportler und sämtliche Veranstaltungen dürfen von den Streitigkeiten nicht beeinträchtigt werden.“
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