Großaufgebot des Landtages beim Thema Inklusion im JuK in Hemer

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Die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask begrüßte auf dem Podium Im JuK den Schulleiter der Felsenmeerschule, Dirk Kolar, und die SPD-Landtagsabgeordneten Michael Scheffler und Rüdiger Weiß.
Zu Anfang wurde der Kurzfilm „Schwelle“ zum Thema Inklusion vorgeführt.

Anschließend übernahm Rüdiger Weiß (MdL) das Thema „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“.

Ist unsere Arbeitswelt und der Alltag insgesamt überhaupt schon auf Inklusion vorbereitet? Dies war eine Frage, die Rüdiger Weiß in den Raum stellte und anschließend für die Schulen mit Nein beantwortete. Weiter führte er aus: Inklusion ist ein wichtiges Thema der Landesregierung in Düsseldorf. Inklusion betrifft alle Bereiche der Gesellschaft und wird ein schwieriger Prozess sein. Da dieser Prozess viel Zeit und Anstrengung bedarf, ist die Verunsicherung bei den Bürgern in Nordrhein-Westfalen dementsprechend groß. Aber trotzdem will die Landesregierung die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen mit Behinderungen und hat daher den Aktionsplan „NRW inklusiv“ beschlossen. Dabei geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Unsere Gesellschaft insgesamt wird jedoch davon profitieren, wenn uns zügig gelingt, die UN-Konvention im Alltag umzusetzen. Mit Hilfe eines Inklusionsbeirates, in dem alle relevanten Akteure vertreten sind, wird der heute schon formulierte Rechtsanspruch der behinderten Kinder auf den Besuch einer Regelschule vorbereitet.
Bei der anschließenden regen Diskussion mit den Zuhörern mahnte der Schulleiter der Felsenmeerschule Geduld und Zeit für den bevorstehenden langwierigen Prozess an. Insbesondere betroffene Jugendliche und Eltern verwiesen darauf, dass die UN-Konvention die Inklusion schon seit 2006 verlangt. Mit Genugtuung wurde festgestellt, dass die Inklusion nun energisch angegangen wird, auch wenn heute noch nicht alle Probleme gelöst werden. So konnten die folgenden Fragen nicht abschließend beantwortet werden: Können Schulen, welcher Form auch immer, die Inklusion mit Mitteln und Personal, das aktuell zur Verfügung steht, überhaupt bewältigen? Was muss für die Zukunft geändert? Nur die Mittel erhöhen oder muss auch ein Umdenken stattfinden?
Zudem betrifft Inklusion nicht nur die Bildung, sondern alle Teile der Gesellschaft. Weiter wurde festgestellt: Nicht Inklusion sondern unser derzeitiges mehrgliedriges Bildungssystem ist nicht zukunftsträchtig. Jedes Kind –auch das sog. normale Kind- braucht eine individuelle angemessene Förderung.
Zum Abschluss ermutigte Michael Scheffler, der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, alle Anwesenden sich in den Prozess aktiv einzubringen und ihre Wünsche und Sorgen zum Thema Inklusion an die Politik heranzutragen.
Es ist wichtig, in Diskussionen im Bereich Inklusion Betroffene zu Beteiligten zu machen und eine offene Debatte über die Probleme, aber auch die Chancen zu führen. Die vorhandenen Barrieren in den Köpfen der Menschen müssen abgebaut werden. Wenn dies gelingt, werden auch die folgenden Veranstaltungen „Fraktion vor Ort“ ein Erfolg sein.
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