Umzug der Hemeraner Schulen: Baucontainer statt Willkommensschild

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(Foto: Christoph Schulte)
 
Unter anderem auf ihre Mensa und die Schulbücherei müssen die Schüler der Märkischen Schule in der Parkstraße wohl noch einige Wochen verzichten müssen.

„Wir sind echt überrascht, dass wir hier in so einer Baustelle gelandet sind. Es hieß doch, dass alles fertig wäre, wenn wir herkommen“ - noch etwas verloren stand Kevin (15), Schüler aus der Klasse 9a der Märkischen Schule, beim Schulanfang mit seinen Freunden auf dem für sie neuen Schulhof an der Parkstraße. Statt Willkommensschild zieren Baucontainer den Schulhof, und an der Schule ist in großen Buchstaben noch immer „Hans-Prinzhorn-Realschule“ zu lesen.

Verlaufen hatte sich aber keiner der Schüler nach dem Tausch der Gebäude. Mehr als fleißig haben die Handwerker in den Sommerferien gearbeitet, damit der Umzug der Märkischen Schule in die Parkstraße und der der Realschüler in die Urbecker Straße noch gelingen konnte. Wer sich aber am ersten Schultag in der ehemaligen Realschule umsah, der staunte nicht schlecht.
Baustaub, verschmierte Scheiben, und in einigen Fluren und hinter so manch verschlossener Tür stapelten sich Eimer, Kabel hingen von den Wänden und Kisten stapelten sich fast bis zur Decke. Noch nicht einmal für Stühle im Lehrerzimmer hatte es pünktlich zum Schulstart gereicht.

Aufträge von der Stadt zu spät vergeben worden?

„Von den Handwerkern habe ich gehört, dass die Stadt die Aufträge viel zu spät vergeben hat. Und es war allen von Anfang an klar, dass hier die Räume gar nicht rechtzeitig fertig werden können“, so Rüdiger Haertel, Schulleiter der Märkischen Schule. Handwerker (Namen der Redaktion bekannt) haben das auf Nachfrage des STADTSPIEGEL bestätigt. Ebenso, dass schlechte Planungen zur Verzögerung der Arbeiten beigetragen haben. Falsche Böden seien dadurch gelegt und falsche Türen montiert worden. Haertel fügt hinzu: „Wir sind trotzdem sehr froh, dass die Klassenräume soweit fertig sind.“ Aber Mensa, naturwissenschaftliche Räume sowie Schulbürcherei fehlen. Einige Wochen werden die Schüler darauf noch verzichten müssen.

(Von Christoph Schulte) Ähnlich stellte sich die Lage bei der Prinzhorn-Realschule am ersten Schultag dar. Schulleiterin Stephanie Meer-Walter bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Mittwochmorgen mit einem Schmunzeln in Richtung Schüler und Eltern: „Am Montag habe ich schon überlegt, wie ich Ihnen und Euch beibringen sollte, dass hier und heute noch kein Unterricht stattfinden kann.“
Doch in den vergangenen zwei Tagen sei an allen Stellen wohl noch emsig gemalt und geputzt worden, so dass alle Schüler pünktlich um neun „wie bei Olympia“ in ihre jeweiligen Klassen einziehen konnten.
„Alle Klassenräume sind pünktlich fertig geworden und können jetzt von den Schülern mit Bildern und Pflanzen noch individuell gestaltet werden“, so Meer-Walter weiter.
Doch an regulären Unterricht ist auch an der Prinzhorn-Realschule noch längst nicht zu denken. Denn auch hier sind die Flure zu den Fachräumen bis auf weiteres noch mit Flatterband abgesperrt, denn hier wird auch in den nächsten Tagen und Wochen noch von den Handwerkerkolonnen kräftig gewerkelt. „Ich hoffe mal, dass wir die Fachräume ab den Herbstferien wieder nutzen können“, blickt die Prinzhorn-Schulleiterin vorsichtig optimistisch in die Zukunft.
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