„Politik und Verwaltung in Herdecke gegen Amprion-Pläne

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Herdecke: BI-Semberg e.V. |

Bürgermeisterin hätte früher handeln müssen

Die BI-Semberg, und nicht nur ihr Vorsitzender begrüßen den Beschluss des gemeinsamen Ausschusses vom 9. September ausdrücklich. Dieser Beschluss kommt jedoch vier Jahre zu spät, denn bereits im Raumordnungsverfahren 2011 hätte die Bürgermeisterin so handeln müssen, wie sie es jetzt vor der Wahl tut: Handeln, wie es viele andere Städte taten. Dort wurden nämlich zunächst die im Nahbereich der Trasse lebenden und arbeitenden Menschen wiederholt informiert und beraten. Jetzt springt die Rathauschefin auf einen Zug auf, den sie nicht mehr aufhalten kann. Sie nahm sogar die Einladung ihres Gegenkandidaten Jan Schaberick an, zusammen mit einer Delegation am 7. September an einer Erörterung bei der Landesregierung nach Düsseldorf teilzunehmen. Aber auch dort wurde deutlich: Herdecke musste im Raumordnungsverfahren handeln. Vulgo: Sie musste die Bürger*innen umfassend informieren und aufrütteln. Denn die Bürger*innen waren in diesem Verfahren weder Beteiligte noch Einwendungsberechtigte, quasi als Individuum rechtlos. Das ist erst im Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Leider war da der „Raum bereits geordnet“, mit der Folge: Die Betroffenen stehen im Regen. Denn sie müssen schon bald mit der Monstertrasse (was ist es denn sonst?) des allerorts beschönigenden Betreibers Amprion leben. Hoffnungen hat der Energie-Staatssekretär in Düsseldorf, Dr. Günter Horzetzky bei allem Verständnis für unsere Lage nicht machen können. Denn wer zu spät kommt… Trotz alledem, das Leben geht weiter. Die BI wird das Angebot des Gegenkandidaten Jan Schaberick annehmen und ihm einen Forderungskatalog mitgeben, den er beim Diskurs in anderer Sache dem einladenden Energie- und Wirtschaftsminister Gabriel am 15.09. übergeben will. Ein kleiner Hoffnungsschimmer immerhin, nicht mehr. Die BI-Semberg appelliert an die*den jeweilige*n Rathauschef*in, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, wenn die von der Bürgermeisterin vorgeschlagene Mediation Wirklichkeit werden sollte. Auch wenn es dort nur um kleine Korrekturen gehen kann. Vier Jahre „kalte Schulter“ gegenüber der BI, wie zuvor schon bei der Aktion Westfalia, sind genug.
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