Solidarität mit Erzieherinnen

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Nach der Ablehnung des Schlichterspruchs im Kita Streik appelliert DIE LINKE an die Eltern, Verständnis und Solidarität mit den Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsberufe zu zeigen. Die überfällige Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe kann nur mit Rückendeckung der Eltern erreicht werden.

„Jetzt müssen Erzieherinnen und Eltern zusammenstehen, um gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in Kindertageseinrichtungen, in Jugendfreizeitheimen oder beim Allgemeinen Sozialen Dienst zu kämpfen,“ erklärt Veronika Buszewski, Mitglied im Rat der Stadt Herne.

„Die Entscheidung seitens der Mitglieder von verdi, GEW und dbb gegen den Schlichterspruch ist nachvollziehbar, mutig – und folgerichtig“, sagt Daniel Kleibömer und fährt fort: „In Sonntagsreden sind sich alle über die Bedeutung der Sozial- und Erziehungsberufe einig: Früh soll mit kompetenter Erziehung angefangen werden, immer neue Bildungspläne regeln den Berufsalltag. Dokumentation und Reflexion sind ausgebaut worden und die Sozialraumorientierung als Konzept inzwischen Pflicht.“

„Doch was passiert, wenn es konkret wird, diese Berufe attraktiver zu gestalten?“ fragt Buszewski: „Es folgt seitens der Arbeitgeber (sprich: Kommunen) das Totschlagargument der knappen Kasse!“

„Der vorgelegte Schlichterspruch nahm nur Rücksicht auf diees Totschlagargument. Der Vorschlag von Gehaltssteigerungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich schont zwar die Kassen der Städte, bedeutet aber praktisch lediglich knapp 30 Euro mehr für die meisten Beschäftigten. Das ist angesichts der Arbeitsfülle und der immer steigenden Anforderung ein Hohn!“ so Kleibömer weiter.

„Wenn die Erziehungsarbeit tatsächlich so wichtig ist, dann muss auch die Bezahlung angemessen sein. Uns ist auch klar, das ein höherer Tarifabschluss viel Geld für klamme Kommunen wie Herne bedeuten. Da es sich im Erziehungsbereich aber um öffentliche Pflichtleistungen handelt, müssen Land und Bund den Kommunen die notwendige Mittel für eine leistungsgerechte Bezahlung ihrer Beschäftigten zur Verfügung zu stellen“, fordert Buszewski.

Kleibömer: „Dazu benötigen wir die strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips sowie eine umfassende Gemeindefinanzreform.“
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