Soll die Turmhügelburg bleiben oder nicht? Foto: Erler
Die 25 Meter hohe, original eingerichtete Motte (mittelalterliche Turmhügelburg) am Archäologischen Museum ist eine wahre Bereicherung unseres an Attraktionen nicht eben reichen Stadtbildes, und sie soll bleiben – das sagen die einen und auch der Autor dieser Zeilen würde sich da beherzt anschließen. Andere, darunter Nachbarn des Holzbauwerks, möchten lieber, dass es zum Ende der Ausstellung „AufRuhr 1225!“ verschwindet. Ein heißes Eisen. Wie denken Sie, liebe Leserinnen und Leser, darüber? Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube, diskutieren Sie auf unserer Homepage mit anderen Bürgern. Tauschen Sie Meinungen aus, wenn Sie mögen! Wir werden eine Zusammenfassung der Argumente auch in unserer gedruckten Wochenblatt-Ausgabe veröffentlichen. Und wir freuen uns natürlich auf einen regen Austausch!
Hallo liebe Herner,
vor Jahrzenten lebte ich auch einmal in Herne, jetzt lebe ich in Duisburg. Als ich das Foto von der "Motte" sah, war ich begeistert. Ich finde, es handelt sich bei diesem Gebäude um eine erhaltenswerte Konstruktion. Zu einem handelt es sich um ein besonderes Bauwerk, zum anderen um ein Zeichen von "Ruhr 2010". Wollen denn die Herner keine "Erinnerung" an das einmalige Kulturfestival behalten ?
Mich erinnert der Bau irgendwie an einen römischen Beobachtungsturm. Schnell ist etwas abgeschafft, dem entsprechend verschwinden auch schnell die Erinnerungen.
Leider weiß ich nicht, wo diese Konstruktion steht, sonst wäre ich schon längst einmal dort gewesen, um Fotos zu machen. Ich bin nämlich öfters zu Fotoexkursionen in Herne.
Meine Meinung dazu ist, stehen lassen und beobachten, wie diese "location" von den Hernern und ihren Gästen angenommen wird.
Übrigens sollten wir "Ruhris" auch einmal daran denken, daß das Ruhrgebiet eine viel längere Tradition hat, die weit über den Beginn der Industrierevolution hinaus gehen. Einmalig ist ja auch der Kirchturm auf der Bahnhofstraße, bei dem ein Schuhgeschäft sich angesiedelt hat und der einen interessanten, architektonischen Aspekt eröffnet.
Möglichst alles zu Fuß erreichen, mitten in der Stadt wohnen aber bitte mit absoluter Ruhe, keine Belästigung durch Mensch oder Tier.
Ich Schäme mich wieder mal Herner zusein. Das gleiche hatten wir doch schon mal am Regenkamp mit dem Entertainmentcenter. Das was für viele ein Zugewinn wäre wird von wenigen verteufelt.
Erst für teueres Geld gebaut - nun soll sie möglichst schnell wieder weg! Eine Unverschämtheit dem Bürger gegenüber. Der Strünkede-Park wäre doch ein toller Standort. Die Motte muss in Herne bleiben!!!
Die Motte muss unbedingt bleiben!!! Sie ist ein großer Gewinn für unsere Stadt und lockt sicherlich noch viele Touristen zu uns. So etwas brauchen wir. Wenn der jetzige Standort nicht gehalten werden kann, obwohl er super ist, wäre ich auch für den Strünkede-Park.
Natürlich sollte die Motte, wenn irgendwie möglich, bleiben. Auf irgendwelche Anwohner und Nachbarn, die mal wieder was zu meckern haben, was ja heute wohl zum guten Ton gehört, sollte man keine Rücksicht nehmen.
Ich wohne selbst seit 61 Jahren in Wanne an der Hauptstraße mit Bus- und Bahnverkehr und habe mich auch noch nicht bechwert, geschweige denn eine Verkehrsberuhigung oder Aufhuckelung der Hauptstraße gefordert.
Etwas weniger Egoismus und auch mal geben und nicht nur nehmen sowie etwas mehr Toleranz würden unserer Gesellschaft bestimmt gut tun.
Endlich mal etwas Besonderes in Herne. Außerdem passt sie doch sehr gut zum Archäologiemuseum - auch wenn es die spezielle Ausstellung nicht mehr gibt.
Bitte lasst die Motte stehen. Und zwar genau an diesem Ort. Der Strünkede Park ist zwar schön, aber da fällt sie doch nicht so auf.
Bei Freunden von außerhalb fiel durch die Motte erst einmal auf, dass es hier in Herne ein so tolles Museum gibt.
Hallo zusammen,
bin von der Motte auch mehr als begeistert.
Ich kann nur berichten, das wir im April Gäste aus Badenwürtemberg hatten,
die unsere Motte gesehen haben und fasziniert waren.
Leider war die Zeit zu kurz für eine Besichtigung.
Ansonsten erzähle ich all meinen Bekannten davon.
Bessere Werbung kann eine Stadt nicht haben.
Habe auch auf einer Reise an die Ostsee eine Turmhügelburg in der Nähe von Lütjenburg gefunden.
Dort hat der Förderverein sogar ein kleines Mittelaterliches Dorf drumherum angelegt.
Langsam entsteht in mir der Eindruck das auf Herne wahrscheinlich seit dem Mittealter ein Fluch liegt.
Egal was in Herne an schönem oder Interessanten Sachen geschieht, die irgendwie der Allgemeinheit zugänglich sind, wird nichts draus.
Gefördert werden nur die Sachen die für wenige erschwinglich sind.
Die Motte sollte da bleiben wo sie ist.
An der Stelle wirkt sie auch wie ein Wahrzeichen.
Schon mal überlegt wieviele Menschen hier tägliglich vorbei fahren?
In vielen Aussagen zum Kulturhauptstadtjahr kann ich mich meinem vor Komentar nur anschließen.
Ich wünsch mir das Herne aus seinem Dornröschenschlaf erwacht.
Ich bin´s wieder, der ehemalige Herner, der jetzt in Duisburg lebt. Nachdem ich mir letzte Woche die Zeit genommen habe, mal wieder Herne 1 zu besuchen, bin ich vom Bahnhof, über die Bahnhofstraße, zum City-Center, bzw. zum Archäologischen
Museum spaziert. Mit Erstaunen erblickte ich eine wirklich schöne und interessante Bahnhofstraße. Es ist einfach herrlich anzusehen, welch wunderbare "Flaniermeile" dort realisiert wurde.
An der "Motte" angekommen, erfreute ich mich beim Anblick des Bauwerks, das ich dort zu sehen bekam. Es ist wirklich ein gelungenes Kunstwerk und stellt eine ideale Verbindung zwischen dem Museum und der nachgebauten Turmhügelburg.
Natürlich sollte dieses Bauwerk dort stehen bleiben, denn der Standort ist ideal.
Besucher des Kulturzentrums werden einen weiteren positiven Aspekt, nach dem Besuch einer Kulturveranstaltung, haben.
Außerdem könnte, das die Burg umgebene Gelände, innerhalb des Schutzzaunes, für Bepflanzung, welche zum Bebäude paßt, ergänzt werden. Ein Biotop (Planzenkläranlage) könnte desweiteren in ein Projekt integriert werden.
Ich hätte da schon einige Ideen für eine aktive Nutzung der Burg und des Geländes.
Den Gegnern der "Motte" möchte ich eines sagen:
"Eigentum verpflichtet und Gemeinwohl geht über Einzelwohl."
Bei meinen Gesprächen auf der Bahnhofstraße hörte ich niemanden, der einen Abriss gefordert hat. Nein, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, daß die Herner ihre "Motte" lieben.
Angeblich soll das Objekt schon verkauft sein. Deswegen rufe ich Euch allen zu:
"Herner, Ihr seit das Volk in Eurer Stadt !"
Leider bin ich erst heut durch den Zeitungsartikel hierauf aufmerksam geworden.
Es wäre unendlich schade wenn dieses Bauwerk wieder verschwinden müsste und vergessen würde.
Wie schon vor mir hier jemand schrieb, will auch ich kurz auf Lütjenburg hinweisen. Dort wird diese Motte immer wieder mit kleinen aber feinen Veranstaltungen belebt und "lebendige Geschichte" versetzt den geneigten Besucher in eine andere Welt, dies aber fernab vom Trubel mittelalterlicher Märkte mit feinen und leisen Tönen.
Für Herne und die Region wäre dies sicher ein Gewinn und dauerhafter Publikumsmagnet wenn die Motte erhalten bleibt, wo sie doch jetzt doch schon da ist. In anderen Gegenden wird fleissig geplant an solchen Bauten bis hin zum mittelalterlichen Themenpark und hier stellt man sich echt noch die Frage ob die Motte bleiben darf? Eigentlich unglaublich.
Die Motte kann so wie sie jetzt steht so oder so nicht in Herne bleiben.
Nach gültigen Verträgen mit einer Anwohnerfamilie, muss die Motte spätestens Anfang nächsten Jahres Abgebaut werden, sonst gehen die Anwohner vor die Gerichte. Daher hat der zuständige Dezernent der Stadt von der CDU Fraktion im zuständigen Ausschuss für Kultur den Auftrag bekommen, zu prüfen, ob es andere Möglichkeiten gibt die Motte zu halten.
Dieses scheiterte untern anderem aber am Unwillen des Dezernenten, dem unzureichenden Material aus dem die Motte gebaut wurde (nicht ausreichend gegen Witterung geschütztes Holz) und den Sicherheitsbestimmungen (Feuerschutz und ständige Aufsicht) und Kosten (Prüfung Untergrund etc.), die sich an einem neuen Standort ergeben würden. Der Standort am Schloß Strünkede schied für ihn und die SPD Fraktion aus Historischen Gründen (Strünkede ist kein Mittelalterschloss) aus. Daher wird sich dort wohl kaum etwas bewegen, wenn der Wind der SPD Fraktion nicht doch wie im Falle des Eickeler Tierparks kalt ins Gesicht bläst.
Wenn allerdings eben jener Dezernent auch im Rahmen der Motte von einer "hässlichen Bretterbude" spricht, zeigt das mit welchem Willen versucht wurde, die Anwohner zu beeinflussen. Von Daher wird es wohl gar nichts werden.
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