Neunter Hildener Förderpreis Integration gleich zweimal verliehen

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Efthalia Banti (Mitglied im Integrationsrat und Vorsitzende des Deutsch-Griechischen Vereins PHILIA), Bürgermeisterin Birgit Alkenings, Sozialdezernent Sönke Eichner und Jürgen Stagat (stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates St. Jacobus). Foto: Michael de Clerque

„Hilden ist vielfältig und soll es auch bleiben“, wünscht sich Hildens Sozialdezernent Sönke Eichner. Damit es nicht bei dem Wunsch bleibt, engagieren sich in Hilden viele Menschen beruflich und ehrenamtlich. Das ist auch notwendig, „denn gutes Miteinander gelingt nur miteinander“, findet Bürgermeisterin Birgit Alkenings. Jetzt durfte sie den neunten Förderpreis Integration gleich zweimal überreichen: an das Café International der katholischen Kirche in Hilden und an Efthalia Banti, Mitglied im Integrationsrat, Vorsitzende des Deutsch-Griechischen Vereins PHILIA e.V.



Die Auswahl hatte eine Jury aus Lokalpolitikern und Politikerinnen, Verwaltungsangestellten und Mitgliedern des Integrationsrates getroffen.
Im Café International kommen Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Seit dem Start im November 2015 dient das Café als offener Treffpunkt. Bis zu 100 Gäste finden dort immer samstags von 14 bis 17 Uhr neben Kaffee und Kuchen auch eine Spielecke für Kinder. Sie schätzen die persönliche Begegnung und den offenen Austausch. Das Café International ist ein niederschwelliges Integrationsangebot, das sowohl neuen aber auch „alten“ Nachbarn hilft, einander besser zu verstehen.

„Für das gemeinsame Projekt setzen sich rund 20 Personen ein“, berichtet Jürgen Stagat, stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates St. Jacobus. „Alle bringen ihre persönlichen Fertigkeiten und Interessen mit.“ Eine Gruppe backt die Kuchen, eine weitere kümmert sich um die Organisation vor Ort, baut das Buffet auf und sorgt für Getränke. „Und dann gibt es noch diejenigen, die die Gäste betreuen“, ergänzt Stagat. „Die Kommunikation funktioniert manchmal nur mit Händen und Füßen. Aber bisher hat sich noch jedes Mal ein Weg gefunden.“

„Was ein einzelner Mensch bewegen kann, wenn er sich nur auf den Weg macht und an sich glaubt – dafür ist Efthalia Banti das beste Beispiel“, stellt Brigit Alkenings die Vorsitzende des Deutsch-Griechischen Vereins PHILIA vor. Efthalia Banti kam 1975 als 21-Jährige nach Hilden. Als junge Mutter engagierte sie sich schon früh im Kindergarten und in der Schule ihrer Kinder. In den 1980er Jahren war sie 2. Vorsitzende eines griechischen Vereins in Düsseldorf. Dort unterstützte sie Personen, die aus Griechenland eingewandert waren, bei den Herausforderungen des Alltags in der neuen Heimat.

2005 gründete Thalia Banti mit einigen Freundinnen und Freunden den Griechisch-Deutschen Freundeskreis PHILIA Hilden e.V. Dank der Initiative von Efthalia Banti ist der Verein zu einer festen Institution im Hildener Kulturleben geworden. Inzwischen wird er nicht nur von Griechen und Deutschen getragen, sondern auch von Menschen aus zahlreichen anderen Ländern. Darüber hinaus ist Banti Mitglied des Internationalen Frauentreffs und des Integrationsrates der Stadt Hilden. Ob ihr das nicht zu viel wird? „Auf keinen Fall“, erklärt Efthalia Banti. „Ich bekomme ja auch viel zurück.“ Integration sei schließlich Geben und Nehmen. Und in Hilden funktioniere das ausgesprochen gut.

ÜBRIGENS Vorschläge für die nächste Förderpreisverleihung können ab sofort formlos per E-Mail bis zum 15. Oktober dieses Jahres beim Intergrationsbüro eingereicht werden: tobias.wobisch@hilden.de
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