Wo Hilden besser werden soll: Bürger stimmten über Projekte ab

Anzeige
Wo soll verbessert werden? Lutz Groll vom Planungs- und Vermessungsamt, Silke de Roode vom Projektmanagement Innenstadt und Bürgermeisterin Birgit Alkenings vor einem der Vorschläge. (Foto: Michael de Clerque)

"Gutes besser machen“ – unter diesem Motto will die Stadt Hilden ihr Zentrum als Wohn- u. Handelsstandort stärken. Hierfür hat sie 2013 ein Integriertes Handlungskonzept (IHK) erarbeitet. Drei der ursprünglich geplanten Baumaßnahmen können jedoch nicht umgesetzt werden.

„Bund und Land sind trotzdem weiter bereit, uns zu unterstützen“, erklärt Bürgermeisterin Birgit Alkenings. „Aber nur dann, wenn wir gute Ersatzprojekte finden, mit deren Umsetzung wir den Zielen des IHK näher kommen. Diese sind die Innenstadt attraktiver zu gestalten und die Erreichbarkeit zu verbessern.“

Unter Beteiligung der Öffentlichkeit wurden entsprechende Maßnahmen gesucht, fünf standen am 9. März im Helmholtz‐Gymnasium zur Wahl. Die Stadt hatte Bürger, Immobilieneigentümer, Einzelhändler, Gewerbebetreibende und Gastronomen eingeladen, für ihre Favoriten zu stimmen. „Ich freue mich, dass fast 60 Personen von der Möglichkeit, mitzuentscheiden, Gebrauch gemacht haben“, berichtet Birgit Alkenings. Die Teilnehmer erhielten jeweils drei Aufkleber, mit denen sie ihre Wunsch-Projekte markierten konnte.

Das Ergebnis ist folgende Rangfolge:

Platz 1: A1 neu
Umgestaltung der Fußgängerquerung Mittelstraße/Benrather Straße, damit Fußgänger zukünftig die Benrather Straße am Übergang von der Mittelstraße zum Stadtpark besser und sicherer queren können. Hierzu wäre ein kompletter Umbau des Bereichs sowie eine neue Ampel und ggfs. die Umgestaltung der Bushaltestelle notwendig. Geschätzte Kosten: 590.000 Euro.

Platz 2: A3 neu
Zur Aufwertung des Bereichs Am Kronengarten / Heiligenstraße / östlicher Warrington‐Platz soll der Bereich rund um die Zufahrt zur Tiefgarage neu gestaltet werden. Geschätzte Kosten: 340.000 Euro.

Platz 3: A10 neu
Um die Verbindung von der Poststraße zum Stadtpark / Fritz-Gressard-Platz für Radfahrer und Fußgänger zu optimieren, würde die Stadt die Querungsfläche umbauen und eine neue Ampel installieren sowie den vorhandenen Übergang vor dem Gebäude Benrather Str. 42/44 bzw. Benrather Str. 31/33 entfernen. Geschätzte Kosten: 270.000 Euro.

Platz 4: B1 neu
Der Platz vor dem Am-Rathaus-Center (Mittelstraße 36-38) soll schöner werden: Er würde ein neues Pflaster erhalten und die Ausstattungselemente wie zum Beispiel die Fahrradabstellanlagen, der Schaukasten und Spielgeräte würden entfallen bzw. neu angeordnet. Geschätzte Kosten: 160.000 Euro.

Platz 5: A5 neu
Die Mittelinseln für Fußgänger und Fahrradfahrer in der Kreuzung Ellerstraße / Berliner Straße / Benrather Straße sollen größer werden. Um alte, gegebenenfalls irritierende Fahrbahnmarkierungen vollständig zu entfernen, müsste die Stadt die Asphalt‐Deckschicht im Kreuzungsbereich komplett erneuern. Geschätzte Kosten: 110.000 Euro.

Insgesamt stehen für die Planung und Umsetzung der Ersatzmaßnahmen im Haushalt 861.000 Euro zur Verfügung. Dieses Budget soll nicht überschritten werden. Wie es weiter geht, entscheidet der Stadtentwicklungsausschuss am 5. April. „Die Mitglieder legen fest, welche Projekte von Ingenieurbüros bis zur Qualität eines Vorentwurfs geplant und mit einer belastbaren Kostenschätzung hinterlegt werden“, unterstreicht Alkenings.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.