Sonnenenergie nutzen: Häufige Leserfragen zum Thema Photovoltaik

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Seit Kurzem gehört „hildenSolar“ zum Angebot der Stadtwerke Hilden. Informationen rund um das Thema Photovoltaik gab es bei unserer Telefonaktion.

Drei Experten beantworteten Leserfragen: Jens Müller, Leiter des Teams Energiedienstleistungen der Stadtwerke Hilden, Solarteur Frank Neumann von Neumann Solartechnik/Elektrotechnik und Stefan Nakazi von der Verbraucherzentrale. Hier ein Überblick über häufig gestellte Fragen:

Was spricht für eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage)?
Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und nicht zuletzt Spaß an der Anlage sind den Experten zufolge die drei häufigsten Gründe für die Anschaffung. Wer Sonnenenergie nutzt, spart Stromkosten - im Pachtmodell sogar ohne Eigenkapital investieren zu müssen. Besitzer von Photovoltaik-Anlagen leisten zudem einen Beitrag zur Energiewende und zur CO2-Vermeidung. Die Anlagen steigern den Wert der Immobilie. Und per App kann man den selbst produzierten Strom jederzeit im Auge behalten - und sich bei sehr sonnigen Tagen besonders freuen.

Lohnt sich eine PV-Anlage finanziell?
Ja, denn man spart nicht nur monatlich Stromkosten: Die gesetzlich festgeschriebene Vergütung nach dem EEG, die durch den Netzbetreiber für den überschüssig produzierten Strom gewährt wird, ist immer noch so hoch, dass sich Errichtung und Betrieb einer PV-Anlage finanziell lohnen.

Für alle, die tagsüber einen hohen Strombedarf haben, ist die Investition in eine Photovoltaikanlage sinnvoll. Der Großteil des selbst produzierten Stroms kann direkt verbraucht werden.

Vor allem für Eigenheimbesitzer macht die Investition in eine Solaranlage Sinn, da sich oft mindestens ein Drittel des produzierten Stroms direkt nutzen lässt. Der überschüssige Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist und vom Netzbetreiber für 20 Jahre in konstanter Höhe vergütet (EEG-Vergütung).

Nach welcher Zeit hat sich die Anlage amortisiert?
Als grobe Orientierung gilt ein Zeitraum von 13 bis 15 Jahren.Unter anderem spielen folgende Faktoren eine Rolle: Die Qualität der Komponenten, die Sonneneinstrahlungsverhältnisse, die jeweilige Finanzierungsvariante sowie die Planung und Montage.

Wie oft muss die Anlage gereinigt werden?
Normalerweise gar nicht. Aufgrund der speziellen Glasoberfläche sorgen bei einem Modul-Neigungswinkel von über 20 Grad Regen und Schnee für die Reinigung.

Und wenn die Sonne nicht scheint?
Solargeneratoren benötigen nicht unbedingt direktes Sonnenlicht, sie arbeiten auch bei bedecktem Himmel. Allerdings ist die Leistung dann geringer. Doch selbst im Winter produzieren PV-Anlagen Strom.

Um auch an bewölkten Tagen oder in den Abend- und Nachtstunden Solarstrom zu nutzen, benötigt man Solarstromspeicher. Selbsterzeugter Strom, der über den aktiven Stromverbrauch hinausgeht, fließt zunächst in den Speicher. So kann man Solarstrom auch nutzen, wenn die Sonne nicht scheint.

Ist mein Dach geeignet?
Wichtig ist ein ausreichender Lichteinfall. Den optimalen Photovoltaikertrag ermöglicht eine südorientierte Fläche mit etwa 30 Grad Neigungswinkel. Doch auch Dächer mit Abweichungen nach West oder Ost beziehungsweise anderen
Neigungswerten zwischen 10 und 60 Grad sind für die solare Energiegewinnung geeignet.

Schatten, etwa durch Bäume, Nachbarhäuser oder Dachaufbauten sind allerdings problematisch.

Übrigens: Auf der Homepage der Stadtwerke Hilden gibt es viele Informationen zum Thema hildenSolar und Photovoltaik - und wer mag, kann dort im Schnellcheck prüfen, wie groß das eigene Sparpotenzial ist. Mit dem Solarplaner der Stadtwerke kann man hier sein eigenes Solarsystem erstellen. Alles, was man hierfür benötigt, sind circa 15 Minuten Zeit, die wichtigsten Daten zum eigenen Haus und Kenntnis über den eigenen Stromverbrauch.
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