„Es geht nur gemeinsam“: Preis des Integrationsrates 2016 verliehen

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Bei der Verleihung des Preises des Integrationsrates 2016 „Es geht nur gemeinsam“: Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Integrationsratsvorsitzende Erbil Eren und Staatssekretär Thorsten Klute vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (Mitte v.l.n.r.) gratulierten den Preisträgern und luden sie zum gemeinsamen Gruppenbild ein. (Foto: Stadt Iserlohn)

Im Rahmen einer Feierstunde in der Städtischen Galerie Iserlohn wurde jetzt zum neunten Mal der Preis des Integrationsrates „Es geht nur gemeinsam“ verliehen. Staatssekretär Thorsten Klute vom NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, der als Ehrengast geladen war, Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und die Vorsitzende des Iserlohner Integrationsrates Erbil Eren ehrten die Preisträger mit Urkunden und einem Blumenstrauß.

1. Preis geht an „Garten der Begegnung“ der Grundschule Lichte Kammer

Als erster Preisträger wurde bei der Abstimmung im Integrationsrat im letzten Dezember der „Garten der Begegnung“ der Grundschule Lichte Kammer gewählt: Im Oktober 2015 starteten die Schülerinnen und Schüler unter fachkundiger Anleitung mit ihrem Gartenprojekt und schafften es, auch Eltern zahlreicher unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen zu gemeinsamer ehrenamtlicher Arbeit zusammen zu bringen, um den Garten auf dem Schulgelände anzulegen bzw. zu pflegen, in dem die Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und den Pflanzen lernen können. Neben der Gartenarbeit steht nach der Fertigstellung der Anlagen natürlich auch die Gemeinsamkeit der Menschen im Vordergrund. Petra Meyer, stellvertretende Leiterin der Grundschule, nahm die Urkunde für den ersten Preis, der mit 400 Euro dotiert ist, entgegen.

2. Preis: Verein LebensWert e.V. Iserlohn

Der Verein LebensWert e.V. Iserlohn, der unter anderem die Initiativen Jugendbewegung Checkpoint, FlüchtlingsNetzWerk Iserlohn und Sozialzentrum Lichtblick vertritt, ist seit geraumer Zeit für seine verbindende Arbeit nicht nur im Flüchtlingsbereich eine feste Größe geworden, wenn es um die ehrenamtliche Unterstützung von Menschen geht, die neu nach Iserlohn gekommen sind. Die gegenseitige Bereicherung, die die Teilnehmer durch die Projekte erfahren, steht für die Beteiligten mit an erster Stelle. Der Integrationsrat würdigte dieses Engagement mit der Verleihung des zweiten Preises (Preisgeld 250 Euro). Die Urkunde nahm der Kuratoriums-Vorsitzende Sönke Kühl entgegen.

3. Preis: Verein Multikulturelle Kinderwelt

Der dritte Preis (Preisgeld 200 Euro) schließlich ging an den Verein Multikulturelle Kinderwelt. Mit seinen zahlreichen kulturellen und sportlichen Aktivitäten ist der Verein Anlaufstation für viele junge Menschen in Iserlohn geworden, die dort erleben, wie bereichernd das Miteinander verschiedener Kulturen sein kann. Vereinsvorsitzende Olesia Bukina nahm stellvertretend für die Multikulturelle Kinderwelt die Urkunde in Empfang.

Bürgermeister Dr. Ahrens und die Integrationsratsvorsitzende Erbil Eren gingen in ihren Grußworten auf die Bedeutung der Integration der zugewanderten Menschen für ein Gelingen des Zusammenlebens von immer mehr Menschen mit Migrationsgeschichte ein. Sie bedankten sich für alle beim Wettbewerb eingereichten Vorschläge, zeige dies doch, dass die Integration an vielen Stellen in Iserlohn deutliche Spuren hinterlasse.
In seinem Vortrag ging Staatssekretär Thorsten Klute auf die Integrationssituation im Land ein. In Anlehnung an das Zitat von Max Frisch „Wir riefen Arbeiter, und es kamen Menschen“ erklärte er, NRW wäre ärmer ohne Migranten. Heute gelte es, Fehler in der Integration der Einwanderer zu vermeiden, die Menschen anzuerkennen und die Kommunen bei der Integration zu unterstützen. Die wichtigste Klammer der Integration aber bleibe Deutsch als verbindende Sprache.
Nach dem offiziellen Teil der Feierstunde gab’s für die rund neunzig Gäste bei einem gemeinsamen Imbiss reichlich Gelegenheit zu Gesprächen und zum Gedankenaustausch.

Tagtägliches Engagement im Mittelpunkt

„Ich denke, dass es dem Integrationsrat mit dieser Veranstaltung gelungen ist, das tagtägliche Engagement der Personen, Vereine und Grundschulen in den Mittelpunkt zu rücken, die sich für das Zusammenwachsen der Menschen in unserer Stadt ungeachtet von Herkunft und Religion einsetzen. Sie alle leisten einen unbezahlbaren und unschätzbaren Wert für den Zusammenhalt in unserer Stadt“, so das Fazit der Integrationsratsvorsitzenden Erbil Eren.
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