Iserlohner Kunstpreis für Laura Ford

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Laura Ford: Rocks in her pocket. (Foto: Veranstalter/ Laura Ford)

Der Iserlohner Kunstpreis, der seit 2003 alle zwei Jahre verliehen wird, geht 2016 an die britische Bildhauerin Laura Ford.

Die 1961 im walisischen Cardiff geborene Laura Ford gehört zu den hellsichtigsten und eigenständigsten Künstlerinnen ihrer Generation. Aus den unterschiedlichsten Materialien kreiert sie skulpturale Collagen in Form von Tier- oder verfremdeten Kindergestalten, die häufig wie große Lumpenpuppen erscheinen – auch dann noch, wenn sie für die Installation im Außenbereich in Bronze gegossen wurden.

Vielschichtige Symbolsprache

Diese fantasievollen Figuren wirken zunächst verspielt und entwaffnend, erweisen sich jedoch auf den zweiten Blick stets als tiefgründig und kritisch, indem sie in teils sarkastischer Doppeldeutigkeit auf Armut und Obdachlosigkeit, Verletzung, Gewalt oder Krieg anspielen. Sprichwörter, Kinderreime und Märchen spielen thematisch eine große Rolle in ihren Arbeiten, aber auch soziale und gesellschaftliche Beziehungen oder reale Ereignisse. Ohne Pathos entwickelte sie eine vielschichtige Symbolsprache, die gegenläufige Empfindungen im Betrachter auslöst, ihn überrascht und gerade dadurch berührt.
Der Kunstpreis wird mit 20.000 Euro dotiert.

Vernissage und Preisverleihung in der Villa Wessel

Laura Ford nimmt den Preis zur Vernissage ihrer Ausstellung in der Villa Wessel Iserlohn am 18. November entgegen. Die Ausstellung läuft bis zum 22. Januar.
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