"Zur Sache, Schätzchen?": Neue Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn

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„Zur Sache Schätzchen? - Liebe und sexuelle Revolution in den Swinging Sixties und den frühen 1970er-Jahren“ ist der Titel der neuen Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn, Fritz-Kühn-Platz 1.

Die erste Hälfte der 1960er Jahre bescherte der noch konservativ ausgerichteten Bundesrepublik zwar einen riesigen Heiratsboom, aber die Liebe gehörte nach wie vor hinter verschlossene Türen. Sex gehörte per definitionem in die Ehe.
Aufklärer wie Oswald Kolle eröffneten Mitte der 60er eine weite Debatte über die Lust. Im Kino lösten so genannte „Aufklärungsfilme“ und der kritische Blick des „Neuen deutschen Films“ die Liebesschnulzen der Heimatfilme ab.
Die neue studentische Jugend gab sich – dank Pille – auch erotisch „progressiv“. Laszive Rockmusik hören, sexuelle Experimente und das Leben in der Kommune gehörten zum neuen Lifestyle der gesellschaftlichen Avantgarde.
Die Ausstellung zeigt, wie sich der „Liebesalltag“ jener Jahre in den Medien und im Leben ausgewählter prominenter Liebespaare spiegeln. Beispiele sind hier der Regisseur Volker Schlöndorff und die Schauspielerin und Co-Regisseurin Margarethe von Trotta, der 68er-Kommunarde Rainer Langhans und das Fotomodell Uschi Obermaier, sowie der Liedermacher und Systemkritiker Wolf Biermann und die Schauspielerin Eva-Maria Hagen.
Die Ausstellung bleibt bis zum 1. Mai zu sehen. Die Aussteller weisen ausdrücklich darauf hin, dass Nacktheit ein wesentliches Thema der Ausstellung „Zur Sache Schätzchen?“ ist.
Das Stadtmuseum Iserlohn ist geöffnet von dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 19 Uhr. Montags und an Feiertagen ist das Stadtmuseum geschlossen. Der Eintritt ist frei.
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