Kiliankirmes: Bilanz überwiegend positiv

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Im Letmather Lenne-Café trafen sich die Verantwortlichen zum traditionellen Kirmesfrühstück. Foto: Günther

Am Tag nach der Kiliankirmes treffen sich auf Einladung der CDU-Ortsunion traditionell Vertreter der Schausteller, des Ordnungsamtes, der Polizei und der Letmather Werbegemeinschaft zum traditionellen Kirmesfrühstück in der Innenstadt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der CDU-Ortsunion Letmathe, Karsten Meininghaus, zogen die Schausteller ein äußerst positives Fazit der diesjährigen Kiliankirmes, nicht ohne dabei aber den einen oder anderen Kritikpunkt oder Verbesserungsvorschlag anzumerken.

Kritik an Straßensperren

„Insgesamt verlief die Kirmes 2017 für uns Schausteller recht gut. Überschattet wurde das Ganze natürlich schon vor dem Beginn durch die Schließung der Achterbahn. Zudem fand ich die Straßensperren nicht so schön. Wir wollen doch alle keine Kirmes in einem Hochsicherheitstrakt. Insgesamt aber war die Veranstaltung sehr zufriedenstellend“, lautete das Resümee von Schausteller Rudolf Isken.
Ähnlich sah es auch Kollege Konstantin Müller, der seit vielen Jahren nach Letmathe kommt. „Dies war bislang das beste Jahr für meinen Crêpes-Wagen, seitdem ich auf die Kiliankirmes komme“, was nach seiner Ansicht auch an dem idealen Wetter an den letzten drei Festtagen lag. „Es war nicht zu warm und nicht zu kalt. Da haben die Besucher dann auch Durst und Hunger. Nur der Freitag war durch den Regen ein wenig schlechter.“ Kritik übte er dagegen an den überhöhten Strompreisen in Letmathe. „Ich war eine Woche vorher auf dem Iserlohner Schützenfest und habe für die Kilowattstunde 28 Cent bezahlt. Hier sind es auf einmal 34 Cent. Das ist für mich unverständlich, denn der Anbieter ist derselbe.“
Patric Forlani war zum ersten Mal in Letmathe und ist ansonsten mit seinem Fahrgeschäft in ganz Deutschland unterwegs. „Es hat mir sehr gut gefallen, aber die Strompreise haben mich auch überrascht. Das war einer der teuersten Plätze, wo ich bislang war.“


Keine verbindliche Regelungen in Sachen Sicherheit

Angela Schunke nahm zusammen mit dem Ordnungsamts-Kollegen Thomas Johannsen diese Kritik auf. „Wir werden da mal bei der zuständigen Firma Breilmann nachfragen, was die Gründe dafür sind.“ Ansonsten zogen auch die Ordnungshüter eine positive Bilanz. „In diesem Jahr gab es keine größeren Probleme. Die Sicherheit ist in diesen Tagen für uns natürlich ein großes Thema. Leider gibt es für solche Veranstaltungen immer noch keine verbindliche Regelung. Deshalb glaube ich, dass wir für Letmathe einen guten Mittelweg gefunden haben“, meint Angela Schunke.

Polizei: "Eher unruhiges Fest"

Etwas mehr zu tun hatte laut Dirk Strohn die Polizei an den vier Festtagen. „Aus unserer Sicht war es ein eher unruhiges Fest. Zwar gab es keine großen Zwischenfälle, aber immer wieder wurden wir zu kleineren Schlägereien und Auseinandersetzungen gerufen. Auch einige Betrunkene mussten in Gewahrsam genommen werden. Im Festzelt blieb es aber weitestgehend ruhig“, lobte der Polizeihauptkommissar auch die Zusammenarbeit mit dem dortigen Sicherheitsteam.
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