Geteilte Gesellschaft - Soziale Gerechtigkeit in Gefahr? - Forum Frauenkirche Dresden

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Dresden: Forum Frauenkirche | WORTWECHSEL | Sendung am 02.06.2017 um 18:07 Uhr
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Es war eine Überraschung für mich als ich am 03.04.2017 eine Mailanfrage mit einer konkreten Einladung vom Deutschlandradio Kultur erhielt.

„Wir würden gern Sie zu unserem nächsten Forum Frauenkirche nach Dresden
einladen. „Forum Frauenkirche“ ist eine Podiumsdiskussion zu aktuellen
Debatten des Zeitgeschehens.“

Nach einigem Hin und Her sagte ich zu und so saß ich am 31.05.2017 tatsächlich im Zug nach Dresden um mich bei einer Podiumsdiskussion einzubringen.

Die Vorankündigung benannte die Teilnehmer.
Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft
Ulrich Wockelmann, aufRECHT e.V., Verein für soziale Rechte
Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie
Moderation: Alexandra Gerlach, Deutschlandfunk Kultur

Die Podiumsdiskussion war direkt über facebook ausgestrahlt worden. Heute nun, am 02.06.2017 wird die Aufzeichnung vom 31.05.2017 aus der Dresdner Frauenkirche in der Sendung WORTWECHSEL um 18:07 Uhr im Deutschlandfunk Kultur zu hören sein.

Nachgehört.

Sicherlich war mir von Anfang an klar, dass der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Prof. Michael Hüther, als Arbeitsgebervertreter einen Gegenstandpunkt zu meiner Motivation einnehmen würde. Seine Einlässe waren sicher Wortgewaltig und rhetorisch geschult und ich gebe gern zu, dass er mir in der Diskussion selbst neue Gedanken aufgegeben hat, die überdacht werden wollen. Aber eines fiel mir sogleich auf: seine Statistiken wirkten auf mich allesamt farblos und mir fehlten die „Gesichter“, die „Schicksale“, die „Betroffenheit“.

Ein Zuhörer brachte es in der nachfolgenden Diskussionsrunde auf den Punkt: „Sie leben in vollständig unterschiedlichen Welten.“
Also doch: geteilte Gesellschaft.

Als ich am nächsten Morgen durch Dresden bummelte sah ich Wohlhabende und Bettler. An einem Müllbehälter beobachtete ich aus angemessener Distanz eine alte Frau wie sie nach Flaschen oder sogar Essbarem suchte.

Und in Berlin wird diskutiert, auf dem Kirchentag zur Nächstenliebe ermahnt und beim Institut der deutschen Wirtschaft statistisch nachgewiesen, dass alles gar nicht so schlimm ist.
Ich mach dann mal weiter.
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Ulrich Wockelmann aus Iserlohn | 20.06.2017 | 17:41  
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