10. Teamfoul besiegelte ERGI-Niederlage gegen Düsseldorf

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1. Bundesliga, 16. Spiel: ERG Iserlohn - TuS Düsseldorf-Nord 3:4 (1:1)


(tg) Wer seine Chancen nicht nutzt, kann auch nicht gewinnen. So einfach war die Erklärung für die zweite Heimniederlage der ERG Iserlohn gegen starke Düsseldorfer, die vor allem einen Trumpf hatten: Schlussmann Jan Kutscha. „Er hat phänomenal gehalten“, befand auch ERGI-Trainer Dirk Iwanowski, der ansonsten die Gründe für die Niederlage in besagter Torflaute sah. Denn Möglichkeiten zum Sieg hatte der gestürzte Tabellenführer reichlich. Andererseits ist die Niederlage für Iwanowski auch kein Beinbruch: „Es geht noch weiter!“.

Die erste Hälfte gehörte der ERGI, die mit dem Selbstbewusstsein des Spitzenreiters agierte und den Düsseldorfern keinen Raum zur Entfaltung ließ. Doch so schön sich das Iserlohner Angriffshockey auch ansehen ließ, es hatte einen entscheidenden Haken: Mehr als das 1:0 durch Sergio Pereira (10.) sprang dabei nicht heraus, wenngleich es eine Hülle an Möglichkeiten für die Gastgeber gab. So verpassten es Jorge Fonseca (14./19.), Andre Costa (19.), Timon Henke (19.) und der Torschütze selbst (21.) mehrfach, den Sack schon im ersten Durchgang weitgehend zuzumachen.

Dies sollte sich bitter rächen, wobei die Rheinländer durchaus mehrfach ihre Gefährlichkeit aufblitzen ließen und dann keine vier Minuten zur Wende brauchten. Zunächst bestrafte Andreas Paczia einen eklatanten Fehlpass von Sergio Pereira mit einem Millimeter genau getimten Rückhandschuss ins Toreck mit dem 1:1 (23.). Dann war die zweite Halbzeit keine Minute alt, als Carlos Nunez den Ball an der Mittellinie gegen Andre Beckmann verlor, der im Anschluss nicht mehr aufzuhalten war und zum 2:1 abschloss.

Im weiteren Verlauf demonstrierte Düsseldorf taktische Abwehrdisziplin auf höchstem Niveau. Iserlohn fand kaum eine Lücke, gingen darüber hinaus aber auch weiterhin sehr fahrlässig - Jorge Fonseca (28./35.), Andre Costa (30./Direkter), Carlos Nunez (32.) - mit ihren Chancen um. Erst eine regelrechte Energieleistung von Kai Milewski, der den Ball im Fallen und umringt von drei TuSlern ins Tor bugsierte, brachte den Ausgleich (40.). Der hatte indes nur kurze Zeit bestand: Tarek Abdalla wurde nicht attackiert und „bedankte“ sich mit der erneuten TuS-Führung (42.).

Weitere zwei Minuten später verursachte Tarek Abdalla das 14. Teamfoul der Düsseldorfer, was deren Betreuer Peter Broich monierte, wofür er die rote Karte erhielt. War mit der daraus resultierenden vierminütigen Überzahl der Weg für die Iserlohner frei zur Wende? Es sah zunächst so aus, denn nach drei ERGI-Pfostentreffern binnen 30 Sekunden brachte Sergio Pereira den Ball via Innenpfosten zum 3:3 in die Maschen (47.). Und hätte zehn Sekunden später den K.o.-Schlag setzen können, als er zum Direkten antreten durfte, Jan Kutscha mit seiner Abwehr aber endgültig zum Helden des Tages machte.

Auf der Gegenseite kassierten die Iserlohner 87 Sekunden vor dem Ende dann ihrerseits das 10. Teamfoul, nun trat Daniel Kutscha an den Punkt und donnerte die Kugel zum 4:3 ins Iserlohner Tor. Es half auch nichts mehr, dass Patrick Glowka die letzten 30 Sekunden zugunsten eines fünften Feldspielers sein Tor verließ.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez, A. Costa, K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (2), T. Henke. - TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, L. Brandt; J. Pink, A. Beckmann (1), T. Paczia, L. Broich, T. Abdalla (1), D. Kutscha (1), A. Paczia (1). - Schiedsrichter: L. Nistroy / C. Nistroy.

Torfolge: 1:0 (10.) S. Pereira, 1:1 (23.) A. Paczia, 1:1 (26.) A. Beckmann, 2:2 (40.) K. Milewski, 2:3 (42) T. Abdalla, 3:3 (47./Überzahl) S. Pereira, 3:4 (49./Direkter) D. Kutscha. - Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Düsseldorf 0 min. - Rote Karte: P. Broich (44./TuS) - Teamfouls: Iserlohn 10 - Düsseldorf 14.


Die übrigen Spielergebnisse:
Valkenswaardse RC - SKG Herringen 1:10 (1:4)
RESG Walsum - SCB Calenberg 8:5 (4:3)
RSC Cronenberg - RSC Darmstadt 3:3 (2:3)
IGR Remscheid - HSV Krefeld 3:2 (1:1)
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