Roosters mit vielen Gegentoren

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Gerade zu Saisonbeginn war die wackelige Defensive eines der Hauptprobleme bei den Roosters. Fotos: Günther
 
Troy Milam war der punktbeste Verteidiger der Iserlohn Roosters.

Nach der besten Hauptrunde der Vereinsgeschichte folgte bei den Iserlohnern in diesem Jahr die schlechteste (bislang 59 Punkte). Die Misere hatte zahlreiche Gründe und gerade die Summe der vielen Fehler, Missverständnisse, Fehleinkäufe und Verletzungen in Summe sorgten dafür, dass die Roosters erst mit ihrem Rumpfkader am Ende der Saison in Fahrt kamen. Im ersten Teil der Einzelkritik werden die Torhüter und Verteidiger unter die Lupe genommen.

Von André Günther

Mathias Lange: Ging als Nummer eins in die Saison bei den Roosters und war zu Beginn auch der Rückhalt, den man sich erwünscht hatte. Mit der anhaltenden Verunsicherung in der Abwehr unterliefen auch dem Schlussmann einige Fehler. Es fehlte dem Goalie in dieser Spielzeit die nötige Konstanz.

Chet Pickard: Nach einer schwachen Vorbereitung musste sich Pickard erst einmal hinten anstellen. Als er seine Chancen bekam, konnte er diese nicht unbedingt nutzen, so dass Trainer Jari Pasanen die Torhüter ständig wechselte. Erst in der Schlussphase ließ der Goalie sein Können aufblitzen. Insgesamt kam Pickard aber nicht an die Leistung und die Werte der Vorsaison heran.

Troy Milam: Neben Blaine Down war der Verteidiger sicher der beste Neueinkauf im Sommer. Milam besitzt einen harten und platzierten Schuss, beweist Übersicht im Spielaufbau und verteidigt mit einer geringen Fehlerquote. Gerade im Überzahlspiel wusste der Neuzugang zu gefallen. Insgesamt war er einer der tragenden Säulen im Spiel der Iserlohner.

Hannu Pikkarainen: Der Finne startete schwach und fing sich dann ein wenig zur Saisonmitte. Schwachpunkte waren sicherlich sein mangelndes Zweikampfverhalten und seine teilweise emotionslosen Auftritte. Der Verteidiger zeigte insgesamt viel zu selten, zu was er imstande sein könnte. Fiel am Ende die letzten zwei Monate aufgrund einer Schulterverletzung komplett aus.

Michél Périard: Nach seinen starken Leistungen in der letzten Saison konnte auch Périard nicht an sein gezeigtes Level anknüpfen. Der Verteidiger spielte dennoch relativ solide und ohne große Leistungsschwankungen, was auch seine gute Plus/Minus-Bilanz verdeutlicht. In der zweiten Saisonhälfte erschwerte eine Gehirnerschütterung eine höhere Eiszeit des Defenders.

Ryan Button: Der Deutsch-Kanadier ließ sich in der ersten Saisonhälfte von den schlechten Auftritten und der Unruhe im Team der Sauerländer anstecken, was sich deutlich in seinen Leistungen widerspiegelte. Viele Fehler und schlechte Entscheidungen waren das Resultat. Auch bei ihm war die Verunsicherung deutlich zu spüren. Als es mit der Mannschaft aufwärts ging, wurde auch der Verteidiger wieder besser. Defensiv stabil und offensiv mit überdurchschnittlichen Qualitäten.

Christopher Fischer: Von ihm hatten sich die Verantwortlichen und auch Fans der Roosters sicherlich mehr versprochen. Der Verteidiger kam im Sommer nach Iserlohn, um sich mit mehr Spielpraxis und einer verantwortungsvolleren Rolle wieder für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Diesen Nachweis blieb er allerdings schuldig. Schwankende Leistungen und eine schwache Plus/Minus-Statistik verdeutlichen, dass Fischer in seinem ersten Jahr am Seilersee nicht die erwartete Verstärkung darstellte.

Johan Larsson: Der Schwede kam während der Saison in einer schwierigen Phase der Sauerländer, in dem das Team verunsichert war. Der Neuzugang sollte für mehr Stabilität sorgen und diesen Auftrag erfüllte Larsson. Mit seinem guten Stellungsspiel und seiner cleveren und fast fehlerfreien Spielweise trug er zum zwischenzeitlichen Hoch in der Folge mit bei. Besitzt die beste Plus/Minus-Statistik bei den Iserlohnern.

Dieter Orendorz: Das Eigengewächs trotzte allen Unwägbarkeiten in dieser Saison und absolvierte seine bislang beste Spielzeit bei den Blau-Weißen. Seine Einsatzbereitschaft ist vorbildlich. Auch wenn der Verteidiger häufig nicht im Blickpunkt steht, ist er zu einem ganz wichtigen Stabilisator der Iserlohner geworden, auf den man sich jederzeit verlassen kann. Das zeigt auch, dass ihn sein Trainer immer häufiger in den spielentscheidenden Situationen auf das Eis schickt.

Denis Shevyrin: Der Allrounder kam in der ersten Hälfte nur zum Zug, wenn verletzte Spieler ersetzt werden mussten. In der zweiten Saisonhälfte setzte ihn sein Coach dann regelmäßig ein - immer da, wo der Youngster gerade gebraucht wurde. Mit viel Leidenschaft, einem großen Kämpferherz und jeder Menge Selbstbewusstsein ausgestattet, fühlt sich Shevyrin jeder Aufgabe gewachsen – sogar Penaltys.
(Teil 2, die Einzelkritik der Stürmer, folgt in der kommenden Woche.) Dieter Orendorz machte in dieser Saison einen großen Sprung in seiner Entwicklung. Troy Milam war der punktbeste Verteidiger der Iserlohn Roosters.
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