Wie gehts weiter mit Kalkars Hauptschule?

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(Foto: Stadt Kalkar)
Kalkar. „Die Eltern haben der Hauptschule den Todesstoß versetzt.“ Bürgermeister Gerhard Fonck bezeichnete diese Entwicklung während der Schulausschusssitzung am vergangenen Mittwoch als bedauerlich. Hintergrund: Nur vier Schüler waren fürs kommende Schuljahr zum Besuch der fünften Klasse in der Sankt Nikolaus-Hauptschule angemeldet worden. Vier Schüler bedeuten das Aus der Hauptschule.

Diese Entwicklung wurde am Mittwoch diskutiert, Alternativen zum Erhalt der Schullandschaft gesucht. Dabei kam der Entwicklung des Gymnasiums eine besonders große Bedeutung zu - vor allem Bürgermeister Gehrard Fonck sah in der Stärkung des Gymnasiums eine wichtige Aufgabe.

Bis Mitte April soll die Verwaltung nun prüfen, ob sich eine Sekundarschule Uedem-Kalkar realisieren ließe. Der Antrag der SPD sieht vor, dass zwei Klassen in Uedem und drei in Kalkar beschult werden sollen. Die Sekundarschule soll, so sich die Parteien einig werden, ihre Arbeit zum Schuljahr 2014/15 aufnehmen. Außerdem soll auf Antrag der CDU geprüft werden, ob Kalkars Hauptschüler die Hauptschule in Rees besuchen können. Zwischen den Gymnasien bestehe schon seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit.

Insgesamt wechseln zum kommenden Schuljahr 137 Grundschüler an weiterführende Schulen. Vier Kinder wurden zum Hauptschulbesuch angemeldet - im Vorjahr waren es noch 19. Zur Realschule wechseln 68 Kinder, 2012 wollten noch 87 Kinder die Realschule besuchen. Am Jan-Joest-Gymansium wurden 71 Kinder angemeldet, drei weniger als im Vorjahr.

Der Schulausschuss beriet auch in Fragen des Offenen Ganztages. 2008 nahmen noch 100 Grundschüler am Offenen Ganztag teil, in diesem Jahr sind es nur noch 65. Die Ausschussmitglieder machten den Kostenfaktor zur Diskussionsgrundlage und empfahlen dem Rat, den monatlichen Mindestbeitrag bei zehn Euro festzuschreiben. Eltern mit höherem Einkommen müssten in Zukunft tiefer in die Tasche greifen. Der Höchstbeitrag werde, angelehnt an den Kindergartenhöchstbeitrag von 165 Euro, bei rund 150 Euro liegen, so Andreas Stechling, Schulverwaltungsamt.

Der Elternbeitrag für den Besuch der Schule von 8 bis 1 liegt bei elf Euro. Dass der Beitrag nicht gestaffelt ist, verwunderte die Ausschussmitglieder. „Das wäre ein riesen Verwaltungsaufwnad“, begründete Bürgermeister Gerhard Fonck. AnH
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