Kamen hofft, dass Gott den Richtigen geschickt hat!

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Bald wird es ein neuer Papst sein, der wie hier Benedikt XVI. das Angelus-Gebet betet, den unser Bürgerreporter Harald Ahlburg fotografiert hat. (Foto: Harald Ahlburg)

„Habemus papam“ hieß es während dieser Tage in Rom: Zur Wahl des Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. versammelten sich die wahlberechtigten Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle. Auch Kamener und Bönener Geistliche sind gespannt, welche Änderungen mit dem neuen Papst kommen.

Wie die meisten Experten sehen auch die örtlichen Geistlichen keinen klaren Favoriten unter den Kandidaten. „Es ist schwer zu sagen, wen die Kardinale wählen werden“, sagt Pastor Benno Heimbrodt vom Pastoralverband Bönen-Kamen-Heeren. „Sie werden sicherlich einige Wahlgänge brauchen.“ Auch der evangelische Pfarrer Andreas Dietrich von der Kirchengemeinde Kamen mag sich nicht auf einen Favoriten festlegen. Auch wissen sie nicht, ob die meist älteren Kardinäle einen konservativen oder liberalen Heiligen Vater bevorzugen.

Anforderungen der heutigen Zeit

Pastor und Pfarrer hoffen beide auf einen Papst, der sich mit den Anforderungen der heutigen Zeit befasst. „Ich hoffe, dass der Geist Gottes uns den richtigen Mann schickt“, so Pastor Heimbrodt. Er wünscht sich, dass der Papst auch junge Leute anspricht und sich - vor allem in Deutschland - auf die Seite der Ökumene stellt. Ähnlich sieht es Pfarrer Dietrich: „Es wäre schön, wenn der Papst die Kirche mehr dem Leben öffnet, zum Beispiel beim Zölibat oder dem Thema Frauen in der Kirche.“ Er befürchtet aber, dass es ein liberaler Heiliger Vater nicht immer leicht haben wird. „Der Papst muss schließlich auch Rücksicht auf die Wünsche untergebener Würdenträger nehmen. Da spielen verschiedene Machtinteressen eine Rolle.“ Auch Pastor Heimbrodt beneidet den zukünftigen Papst nicht um sein Amt: „Den ‚Hammer-Job‘ möchte ich nicht machen“, scherzt er.

Pfarrer Dietrich kann sich übrigens noch gut an die Wahl des vorherigen Papstes im Jahr 2005 erinnern. „Joseph Ratzinger wurde genau an meinem Geburtstag zum Heiligen Vater gewählt.“ Dieses Mal wird das nicht passieren. „Außer, die Wahl zieht sich über mehrere Wochen hin“, lacht er.
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