St. Martinsumzug in Nütterden

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Wie jedes Jahr wurde Freitagabend den 8. November das St. Martinsfest mit einem Lampionumzug in Nütterden gefeiert.
Martin (316-397) ging als junger Mann zum Wehrdienst und zog nach Gallien. Am Stadttor zu Amiens sah er einen Bettler und schenkte ihm die Hälfte seines Mantels. Der Legende nach war der Bettler eine Jesuserscheinung. Martin bekehrte sich zum christlichen Glauben, verließ die Armee und wurde Teufelsaustreiber, ein im 4. Jh. anerkanntes geistliches Amt. 371 wurde er zum Bischof von Tours geweiht.
Der Martinsumzug wurde aus zwei Gruppen zusammengesetzt. Zu Gruppe 1 gehörten die Kinder mit ihren Lampionen und begleitenden Eltern, die sich auf dem Spielplatz der St. Georg-Grundschule versammelten. Da es am Anfang des Abends leicht regnete, stellten viele der Teilnehmer sich in einem überdeckten Raum unter, wo auch die Mitglieder des Musikzugs sich auf ihren Auftritt vorbereiteten.
Zu Gruppe 2 gehörten die Kinder, die mit ihren Eltern die Messe in der St. Antoniuskirche besuchten. Für ihre Eltern hatten die Kinder des St. Barbarakindergartens Lampione mit gedruckten Liedern gebastelt wie: St. Martin ritt durch Schnee und Wind, durch die Straßen auf und nieder, ich geh mit meiner Laterne und mehr.
Auf die Messbesucher mussten die Kinder der ersten Gruppe warten. Nach der Messe sammelten diese sich am Anfang des Hohen Wegs.
Unter Begleitung der Feuerwehr mit brennenden Fackeln wurden die Kinder der ersten Gruppe zum Hohen Weg geführt. Da traf auch St. Martin auf einem braunen Pferd ein. Das Pferd war kopfscheu und musste von einem Pferdeführer begleitet werden. Es wurde gebeten keine Blitzerfotos zu machen, damit das Pferd nicht durchging.
Mit Musik und Gesang ging die große Schar dieses Jahr durch die Schulstraße, den Birkenweg, die Bomshofstraße, Schulstraße zurück, durch das Binnenfeld zum Schulhof der St. Georggrundschule. Die Bewohner der Häuser in diesen Straßen hatten sich viel Mühe gemacht ihre Häuser und Gärten mit Leuchtern zu schmücken.
Auf dem Schulhof war inzwischen ein Holzfeuer entfacht und der arme Bettler wartete schon am Stadttor auf Martin. Als Martin den Schulhof erreicht hatte, wurde die Martingeschichte vorgelesen und nachgespielt. Am Schluss der Feier bekamen die Kinder ihre Leckereien.
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 09.11.2013 | 13:12  
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