Windkraft Reichswald: ABO-Wind Artenschutzgutachten lässt keine Konflikte erwarten.

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Kranenburg: Windkraft-Industriezone Reichswald | In gut dreieinhalb Stunden wurde am Donnerstagabend das von ABO-Wind selbst in Auftrag gegebene Artenschutzgutachten für die Windkraft-Industriezone im südlichen Bereich des Reiswaldes, unmittelbar zu unseren niederländischen Nachbarn, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zuvor versammelten sich ca. 200 Windkraft-Gegner „Gegenwind“, die nicht gegen Windkraft allgemein, sondern gegen eine Windkraft-Industriezone im Reichswald sind, vor dem Bürgerhaus „Katharinenhof“ in Kranenburg, darunter viele Niederländer, die massiv davon betroffen sind.
Eine riesige Menge an Datenmaterial zum Lärmschutz- und Artenschutzgutachten prasselte an die Ohren der Zuhörer, eben nur an die Ohren, denn die PowerPoint-Präsentation, zu weit weg und dazu noch auf einer kleinen Leinwand, war wohl das Schlechteste was ich bisher gesehen habe. Auch die Fotomontagen, die einen Eindruck darüber vermitteln sollten, wie die Zwölf 200 Meter hohen Anlagen sich in der Landschaft darstellen, waren so unscharf und vernebelt, dass man eigentlich nichts sah. Im Publikum kam dann auch gleich der Verdacht auf, dass dies mit Absicht so dargestellt wurde um den Eindruck zu vermitteln - eigentlich sieht man ja nicht viel von den Anlagen. Ein Trost: Ab nächste Woche soll das Gutachten auf der Web-Seite der Gemeinde Kranenburg abrufbar sein.
Fazit des Gutachtens: Es sind keine Konflikte hinsichtlich Landschaft-, Lärm- und Artenschutz zu erwarten. Dies sehen die Gegner natürlich ganz anders und so wurden eine Menge Fragen gestellt, deren Beantwortung so manche Wut-Falte auf den Gesichtern verursachte.
So meinte dann Hanns-Karl Ganser von Wald und Holz NRW zum Ende der Veranstaltung sinngemäß: Der Wald wäre durch den Klimawandel gefährdet und man wolle ja in 30 Jahren auch noch Wald haben, deshalb wären die Anlagen im Wald vertretbar. Die Logik hinter dieser Aussage erschließt sich mir nicht: Wald abholzen um Wald zu erhalten?
Die Windkraft-Reichswald-Gegner haben nun fünf Wochen Zeit um sich mit dem Gutachten auseinanderzusetzen und werden sich zu der Sondersitzung des Kranenburger Rates am 28. April gut vorbereiten.

Info Gegenwind Reichswald: http://www.gegenwindreichswald.eu/
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7 Kommentare
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Heinz Goertz aus Kleve | 18.03.2016 | 09:51  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 18.03.2016 | 10:31  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 18.03.2016 | 19:29  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 18.03.2016 | 19:37  
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Klever Jung aus Kleve | 18.03.2016 | 22:51  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 19.03.2016 | 10:14  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 23.03.2016 | 17:20  
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