SPD-Fraktion in Umweltwerkstatt

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Sommerfraktion mit dem Geschäftsführer Herbert Dörmann (6. v. links)

Gute Arbeit, auslaufende Programme

Die SPD-Fraktion informierte sich wieder vor Ort über die Arbeitserfolge und laufenden Förderprogramme, die der Umweltwerkstatt dienlich sind. Die Vor-Ort Fraktion fand am Montag, dem 21.08.2017 im Produktionsbistro in Gahmen statt. Ziel der Umwelt-Werkstatt Lünen-Selm ist die Integration junger und auch erwachsener Menschen in den Arbeitsmarkt oder in Ausbildungsverhältnisse. Dafür muss oftmals erst ein Schulabschluss nachgeholt werden. Soziale Träger und Einrichtungen wie die Umwelt-Werkstatt sind für diese Menschen vielfach die letzte Anlaufstelle. Damit diese Menschen eine Chance bekommen, an gesellschaftlichen Strukturen teilhaben zu können, sind die Bildungseinrichtungen auf die Fördermittel von Bund, Land, Arbeitsagentur und Jobcenter angewiesen.

Herbert Dörmann, Geschäftsführer der Umweltwerkstatt berichtete über die Angebote und auch die Erfolge, die bestätigen, wie wichtig solche Fördermaßnahmen und Bildungs-einrichtungen sind. Die Arbeitslosigkeit ist zwar aufgrund der konjunkturellen Entwicklung und passgenauen Förderprogramme gesunken, aber dennoch sind zu viele Menschen nicht in Arbeit, und vor allem Langzeitarbeitslose finden viel zu selten eine Stelle, war sein Resümee. Hier ist die Politik gefragt, insbesondere einen „Sozialen Arbeitsmarkt“ zu finanzieren und auch gesetzlich zu verankern.

Eines von vielen wichtigen Programmen zur Eingliederung ist aktuell das Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“, das von der SPD-Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ins Leben gerufen wurde, berichtete der hiesige Bundestagsabgeordnete Michael Thews. Langzeitarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, zählt zu einer der vordringlichsten arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Aufgaben gerade für die Sozialdemokraten, betont Thews.

Dieses Bundesprogramm läuft Ende 2018 aus und dann? Dies fragten sich die Fraktions-mitglieder zu Recht mit Blick auf die von der SPD-Landesregierung eingeführten arbeitsmarktpolitischen Reformen wie den sozialen Arbeitsmarkt, den der neue CDU-Arbeitsminister Laumann so nicht weiterführen will und dafür von allen Seiten Kritik erntet. „Nun steht alles wieder auf der Kippe und der „Soziale Arbeitsmarkt“ lässt auf sich warten“, resümiert Rainer Schmeltzer, ehemaliger Arbeitsminister des Landes NRW.

Petra Klimek
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