° Längere Öffnungszeiten nur mit mehr Ehrenamtlichen

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  Menden (Sauerland): Fröndenberger Straße | Bürgermeister und Kämmerer unterstützen Suche des SKM

Der SKM-Vorsitzende Franz Daniel freut sich, im Mendener Sozialkaufhaus ganz besondere Gäste begrüßen zu können. Bürgermeister Martin Wächter wollte gemeinsam mit Kämmerer Uwe Siemonsmeier deutlich machen, wie wichtig es ihm und der Verwaltung ist, sich hier ehrenamtlich zu engagieren. „Weitere helfende Hände werden gesucht. Darum geht es. Es wäre schön, wenn wir mit unserer Stippvisite die Aufmerksamkeit der Menschen wecken können“, appelliert der Rathauschef.
„Viele Menschen versorgen sich bei uns günstig mit Lebensmittel“, erklärt Marita Hill, Geschäftsführerin der Einrichtung. Wer im Besitz eines Einkaufsausweises ist und damit seine Bedürftigkeit nachgewiesen hat, kann sich für ein geringes Entgelt im De-Cent-Laden eindecken. Welche Probleme dabei zu lösen sind, zeigt Franz Daniel: „Da uns auch viele Muslime besuchen und oft das Fleisch und die Wurst ihrem Glauben widerspricht, wird hier Käse verstärkt benötigt. Da stoßen wir an unsere Grenzen. Obst, Brot und Gemüse sind ausreichend vorhanden, Kühl- und Frischware dagegen ist immer knapp.“
Um alle Kunden entsprechend bedienen zu können, werden mehr Helferinnen oder Helfer benötigt. Morgens gegen 8 Uhr fährt bereits der Wagen zu heimischen Lebensmittelgeschäften, Bauern oder Filialen, etwa von Bäckereiketten, um dort die Waren, die nicht mehr verkauft werden können, abzuholen. Nach der Rückkehr ins Sozialkaufhaus an der Fröndenberger Straße muss sortiert werden. „Auch wenn wir fast alles unbedenklich präsentieren können, muss doch drüber geschaut werden“, erklärt Wilhelm Halekotte, stellvertretender SKM-Geschäftsführer. Und nimmt die Spender in Schutz: „Selbst wenn schon mal beispielsweise Obst angeschlagen ist, ist die Ware grundsätzlich in Ordnung. Die Lieferungen sind einwandfrei, niemand benutzt uns als Entsorgungsunternehmen.“ Der Dank der Verantwortlichen gehört den Unterstützern, denn auf deren Seite ist mehr als nur der gute Willen zu erkennen.
Trotzdem: natürlich muss kontrolliert werden, denn der SKM unterliegt selbstverständlich den gesetzlichen Bestimmungen.
Nach dem Sortieren werden die Waren ausgegeben.
Drei Mal die Woche, Montag, Mittwoch, Freitag, hat der De-Cent-Laden geöffnet. Jeweils von 14 bis 17 Uhr.
Für eine reibungslose Ausgabe sind täglich also etwa zehn Leuten nötig. „Hier suchen wir weitere Ehrenamtliche“, so Marita Hill. Denn der Andrang hat dramatisch zugenommen. Inzwischen sind etwa 700 Ausweise ausgegeben. Um mehr Bedürftigen die Gelegenheit zum Einkauf geben zu können oder die Intervalle zwischen zwei Besuchen im Sozialkaufhaus zu verkürzen, wird vom Vorstand ein weiterer Öffnungstag ins Auge gefasst.
„Der Ablauf ist in etwa so“, fasst Franz Daniel zusammen. „Ein Bedürftiger kauft ein und zieht dann eine Nummer. Nach einer Wartezeit von zwei Wochen hat er wieder die Berechtigung, den nächsten Einkauf zu tätigen.“
Inzwischen haben die Mitarbeiter den Tagesablauf durchstrukturiert. Eine Gruppe, etwa 30 Personen mit der erforderlichen Nummer, wird eingelassen. Wenn dieser Kreis eingekauft hat, werden erst die Auslagen wieder aufgefüllt, dann wird die nächste Gruppe eingelassen. So können sich pro Tag rund 60 Menschen mit dem Nötigsten eindecken.
Deshalb ein weiterer Öffnungstag, deshalb weitere Ehrenamtliche. Besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich. Allerdings sollten Interessierte Freude am Umgang mit Menschen haben und Freundlichkeit mitbringen.
Der ehemalige Bürgermeister Rudi Düppe als Vertreter des Pastoralverbundes Menden-Mitte erläutert den Zeitaufwand, den ein neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter einplanen sollte: „Niemand bindet sich auf unbestimmte Zeit an die Tätigkeit. Eine Begrenzung auf drei Monate, zum Beispiel, um mal hinein zu schnuppern, ist möglich.“ Auch der Rhythmus wird frei bestimmt. Wer nur alle 14 Tage mit anpacken will, oder einmal im Monat, ist ebenfalls willkommen. Bei Interesse einfach bei Gaby Iserloh oder Uwe Kerinnes unter Tel.: 02373/3971964 melden. Oder per e-mail an skm@skm-menden.de.
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