Ab ans Meer!

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Der Literaturpreis soll nicht nur die Lust am Lesen fördern, sondern auch zum selber schreiben animieren. (Foto: Heike Cervellera)

Seit 1998 wird in der Grafenstadt jährlich ein „junger Goethe“ gesucht. Dieses Mal mit Texten zum Thema „Am Meer“.

Was könnte es für eine bessere thematische Herleitung geben, als einen Urlaub an der Ostsee? Da kam Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein eG, nämlich gerade her: „Zehn Tage an der Ostsee geben einem die Möglichkeit, mal wieder richtig in die Bücherwelt abzutauchen. Ich habe das Buch „Wer als Erster das Meer sieht“ von Anja Reichert gelesen.“ 2010 gewann Reichert den Moerser Literaturpreis.

Marie-Luise Hülsberg, zweite stellvertretende Vorsitzende der „Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens“ weist daraufhin, dass die Texte auch gerne heiter sein dürfen: „Im letzten Jahr hatten wir viele ernste Texte. Es dürfen auch gerne heitere Stücke eingereicht werden, die nicht mit einem Selbstmord enden.“ Der Literaturpreis soll nicht nur die Lust am Lesen fördern, sondern auch zum Selber schreiben animieren, so Lohmann. Natürlich erkundige man sich auch, was die ehemaligen Gewinner so machen, erzählt Mirella Weber, erste Vorsitzende der „Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens“: „Susanne Goga, Gewinnerin des Preises 2007, haben wir zum Beispiel gerade auf der Leipziger Buchmesse getroffen.“ Der Wettbewerb kann also durchaus ein Türöffner sein. Das Thema „Am Meer“ lasse den jungen Autoren viele Freiräume, so Weber.
Der erste Preis gehe meistens an Texte, die sehr originell seien, so die Juroren, zu denen Hülsberg zählt: „Wer der Erstplatzierte ist, ist meistens sehr schnell klar. Über die Zweit- und Drittplatzierten diskutieren wir meistens etwas länger.“

Bis zum 10. Juli können Autoren von 16 bis 45 Jahre ihre Texte bei der „Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens“ einreichen. Den Preisträgern winken Preise in Höhe von insgesamt 4.350 Euro: „Eine Summe, die für eine kleine Stadt wie Moers sehr beachtlich ist“, so Lohmann. Und schmunzelnd fügt er noch hinzu: „Es wird den Literaturpreis auch weiter geben, schließlich feiern wir im nächsten Jahr Jubiläum – und eine Bürgschaft benötigen wir auch nicht.“
Weitere Informationen zu den formalen Bedingungen stehen auf der Internetseite der „Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens“ www.moersergesellschaft.de.
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