13 Jahre ist nichts passiert: „Jetzt reicht es uns!“

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Manfred Bäumer hat Grund zur Freude: Endlich tut sich etwas. (Foto: Heike Cervellera)

Den Anwohnern der Römerstraße in Moers reicht es: Ihnen gehen der Schwerlastverkehr, die Erschütterungen, der Lärm, Raser, der marode Zustand der Straßendecke, die mangelhafte Situation in Sachen Bürgersteige, die fehlenden Radwege und Querungshilfen gehörig auf die Nerven.

Römerstraße seit 2001 auf Prioritätenliste - Passiert ist aber nichts!

Und das nicht erst seit gestern: „13 Jahre lang warten wir nun schon darauf, dass sich hier endlich etwas tut“, beschwert sich Manfred Bäumer. Kaum zu glauben: Seit 2001 steht die Sanierung der Römerstraße zwischen Treibweg und Essenberger Straße auf der Prioritätenliste des Planungs- und Bauausschusses auf Platz drei. „Aber passiert ist nichts.“

Die Wände wackeln, das Geschirr klappert in den Schränken

Die Fahrbahn ist nach mehreren Wintern stark beschädigt, die Schlaglöcher wurden immer wieder lediglich notdürftig ausgeflickt. „Durch den starken Lkw- und Fernlastverkehr auf dieser Buckelpiste entsteht eine enorme Geräuschbelastung - rund um die Uhr. Die Wände wackeln, das Geschirr klappert in den Schränken. Es ist nicht möglich, in Räumen zur Straßenseite zu schlafen, selbst bei geschlossenen Fenstern. Ab 22 Uhr wird die Römerstraße zur Rennstrecke. Unabhängig davon: Gefahrgut hat nichts in Wohngebieten zu suchen. Dies alles schränkt unsere Lebensqualität erheblich ein.“
Schon vor Jahren sollte ein Radweg gebaut werden. Bäumer: „Darauf warten wir immer noch.“ Alle Radfahrer, insbesondere die Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, benutzen den Bürgersteig als Radweg. Auch dies birgt ein erhöhtes Unfallrisiko.“

Stadt kam Anwohnern entgegen

Manfred und Petra Bäumer sammelten Unterschriften bei den Nachbarn der Römerstraße 466 bis 522, gründeten eine Bürgerinitiative - und stießen bei der Stadt auf zügiges Entgegenkommen: Entlang der Straße wurde ein Halteverbot eingerichtet, einige Schlaglöcher wurden geflickt. „Im nächsten Jahr wird die Straße komplett saniert, konkrete Ausbaupläne liegen bereits vor. Sobald Gelder vorhanden sind, wird mit dem Bau begonnen. Deswegen machen umfassende Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Sinn“, so Thorsten Schröder vom Presseamt der Stadt Moers.
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