Mozart in der Lottenschule

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Fred Deitz (Foto: Michael de Clerque)
Monheim am Rhein: Lottenschule |

Was hat Wolfgang Amadeus Mozart mit Sebastian Vettel zu tun? Nicht viel? Na ja. Dann haben Sie noch nie ein klassisches Instrument wie die Posaune gehört, wenn sie mit Enthusiasmus geblasen und „gezogen“ wird. Dann klingt das wie ein aufheulender Motor in der Linkskurve. Die 230 Lottenschüler haben das am Montag in einer Musikstunde der besonderen Art erlebt. Und noch vieles mehr.

Von Elfie Steckel

In der Reihe „WDR macht Schule“ gibt es für Grundschüler das Projekt „Dackl trifft Mozart“, bei der eine Hundepuppe in einer Videoprojektion einen Dackel spielt, der allerlei „Bekannten“ (so auch seiner Geige oder seiner Perücke) des anno 1756 geborenen genialen Musikers begegnet. Im Gespräch wird von Mozart, seiner Musik, seinem Leben, seinem Stärken und Schwächen berichtet – und zwar auf sehr unterhaltsame Art. Die zuhörenden Schüler sind durch Fragen immer wieder eingebunden.

100 Schulen in fünf Tagen

Vier Posaunisten der WDR-Sinfoniker hatte die Lottenschule „gewonnen“. Schulleiterin Elisabeth Nolting im Gespräch mit dem Wochen-Anzeiger: „Der WDR hat die Aktion ausgeschrieben, wir haben uns sofort beworben und hatten Glück!“ Und die Musiker nicken zustimmend: Sie sind an den fünf Tagen dieser Woche in 100 Schulen des Landes unterwegs und erreichen damit rund 20 000 Kinder. Nicht nur die vier Posaunisten natürlich, andere Musiker machen ebenso mit, sonst wäre das Pensum überhaupt nicht zu schaffen.

Das geht ohnehin nur dank der tatkräftigen Mithilfe von Dackl auf der Video-Leinwand. Und Tenor-Posaunist Fred Deitz erklärt dazu geduldig und mit dem nötigen Schuss Humor klassische Musik, die heute noch immer beliebt ist. Er und seine Kollegen stellen die Instrumente vor, holen tief Luft, blasen hinein, zeigen, wie Töne erzeugt werden, wie daraus Musik wird, wie der Dämpfer das alles wieder verändert – und die Kinder gehen begeistert mit.

Große Überraschungstüte

Im Unterricht war der Besuch der Musiker vorbereitet worden. Material hatte der Sender geschickt, und danach hatten die Kinder auch das Mozart-Lied „Komm, lieber Mai, und mache...“ eingeübt, das sie nun als 230-stimmiger Kinderchor vortrugen. Und dann gab es schließlich auch noch die schwierige Quiz-Frage: „Wie wurde Mozart von seinen Freunden genannt: Wuppertal oder Wolferl?“ Die Lösung sei hier nicht verraten. Nur so viel: Sie fängt mit W an...

Die Schulkinder – sie brüllten wie beim Kasperle-Theater die richtige Lösung heraus – gewannen eine große Überraschungstüte von der WDR-Maus. Nach stürmischem Applaus (für die Tüte und die Musiker) ging es aufgeregt plaudernd hinaus aus der Turnhalle, nicht ohne mit dem Freund oder der Freundin zu spekulieren, was wohl in der Überraschungstüte drin sein mag. Und immer wieder hörte man Sätze wie: „Das war heute eine tolle Stunde“, oder „Die könnten öfter kommen...“
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