Hobbybäckerin Bianca Coni schafft essbare Kunstwerke

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Mehr oder weniger durch Zufall ist Bianca Coni zum Backen gekommen. Das war vor 18 Jahren. Seitdem hat sie weit über 100 Torten gebacken. (Foto: Kai Peters)
 
Selbst ihre Hochzeitstorte hat Bianca Coni selbst gebacken. (Foto: Inspiration/Hanja Litzba)

Der Elefant ist rosa. Und hat es sich auf dem Bauch gemütlich gemacht. „Das war meine erste Torte“, erinnert sich Bianca Coni. Gebacken hat sie die, als ihre Nichte vor 18 Jahren auf die Welt gekommen ist. „Damit hat alles angefangen."

Immer häufiger wurde die 37-Jährige um ein Kunstwerk aus Schoko- und Zitronenkuchen und Fondant gebeten. „Ich mache das einfach unheimlich gern, Backen ist meine Leidenschaft.“ Zunächst entsteht die Torte im Kopf, anschließend wird gebacken, geschnitten, gestapelt, dekoriert. Reinreden lässt sich die Mülheimerin nicht, schließlich entsteht mit jedem Kuchen ein neues Kunstwerk. „Es dürfen natürlich Wünsche angebracht werden.“ Unbezahlbar seien die Momente, wenn Familie und Freunde das Ergebnis erstmals zu sehen bekommen. „Viele wollen die Torte gar nicht kaputtmachen und essen.“

Weit über 100 Torten hat Bianca Coni gebacken

Wie viele Torten die gelernte Bautechnikerin schon gebacken hat? „Kann ich gar nicht genau sagen. Bestimmt weit über 100.“ Ihre größte Herausforderung war eine Torte für 150 Gäste einer italienischen Hochzeit; allein der Boden hatte einen Durchmesser von 90 Zentimetern. Und die schlimmste? Eine Louis-Vuitton-Tasche, weil die so aufwendig war. „Autos oder generell Fahrzeuge liegen mir auch nicht.“ Ihre eigene Hochzeitstorte dagegen sehr: Auch die hat die 37-Jährige selbst gebacken. „Ich wollte nicht, dass es jemand anders macht.“ Dass die Braut schon im Kleid noch schnell die drei Stockwerke selbst mit Blumen dekoriert hat, hat die Gäste kaum gewundert. „Die kennen das schon.“
Ihr ehrlichster Kritiker ist Biancas Mann - „und das ist auch gut so“. Weil er aber auf seine Figur achtet, backt sie meist, wenn er nicht zu Hause ist und naschen könnte. Umso mehr freut er sich über seine eigene Torte: Minion-Muffins oder einen fünf Kilo schweren Minion (bekannt aus den Kinofilmen „Ich einfach unverbesserlich 1+2“). „Meine schönste Torte“, findet die 37-Jährige. Sie selber ist ihren Kuchen auch nur ganz selten. „Ich musste ja schon soviel probieren.“
Selbstständig wollte sich die Mülheimerin nie machen. Dürfte sie auch gar nicht. „Ich hätte erst eine Lehre zur Konditorin und dann zur Meisterin machen müssen“, erklärt Bianca. Zudem seien die Auflagen sehr streng. Und so ist und bleibt das Backen ein Hobby, „ein großer Spaß, in den ich viel Zeit und Liebe stecke“. Nicht zu vergessen: das Geld. „Mittlerweile habe ich zwei Koffer voll mit Werkzeug: Tüllen, Ausstecher, Modellierwerkzeug, Schüsseln, Besen, Pinsel, ...“ Das meiste bestellt die Personalkauffrau in den USA. Oder aber sie macht einen Großeinkauf, wenn sie gemeinsam mit ihrem Mann dessen Familie auf Sardinien besucht.

Virtueller Kühlschrank ist auf Facebook zu sehen

Zu sehen sind ihre besten Torten in ihrem „virtuellen Kühlschrank“, wie sie ihre Facebook-Seite „Bibi‘s Tortenschlacht“, nennt. Im Juni dürften noch einmal mindestens zwei Kunstwerke dazukommen, wenn sie für Freunde Hochzeitstorten backt. „Die mache ich am liebsten, sie sind so edel, etwas ganz Besonderes.“ Ansonsten aber möchte sie in Zukunft kürzer treten - und nur noch ganz enge Freunde mit ihren Kunstwerken begeistern.
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