Pläne für das Siepental in Heimaterde

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(v.l.) Vereinsvorsitzender Egon Janz, Sylvia Waage und Jochen Schwatlo vom Amt für Grünflächenmanagement, Karl-Heinz Danielzik und Melanie Dieckerboom vom Planungsbüro.
181 Bäume sind im Siepental dem Pfingststurm Ela 2014 zum Opfer gefallen. Noch im gleichen Monat konnten 4.500 Euro gesammelt werden, um mit der Aufforstung zu beginnen. „Vor allem die Siedlervereinigung Heimaterde prägt unsere Lebensqualität hier mit.“ Egon Janz ist Vorsitzender des Heimatvereins und zeigte sich am Mittwoch, 15. Juni, stolz über den guten Kontakt zur Stadt, den die Siepentäler seit geraumer Zeit pflegen. „Heute sind wir hier, um Anregungen zu sammeln.“ Die Stadtverwaltung, vertreten durch Sylvia Waage und Jochen Schwatlo vom Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen, ist bereits tätig geworden, die Renaturierung des historischen Tals in Heimaterde in Angriff zu nehmen. Die Kosten hierfür werden etwa 380.000 Euro betragen, so Waage.

Eine Abstimmung mit dem Landeskonservator ist bereits erfolgt. Melanie Dieckerboom vom Planungsbüro Danielzik und Leuchter stellt das in Auftrag gegebene Parkentwicklungskonzept vor. Sturmschäden sollen beseitigt werden, Wegeschäden behoben werden. Der Wildwuchs – besonders die Brombeeren – sollen verschwinden. Sowohl die kleine als auch die große Teichanlage im Siepental muss überarbeitet, der Bachlauf frei gelegt werden. Holzgeländer und –bänke werden durch Stahlelemente ersetzt. Die Parkränder sollen aufgeforstet und die Eingänge zum Siepental aufgewertet werden. Viel Lob erhielt Dieckerboom für ihr Konzept. „Das Konzept geht an die historische Vorlage wieder heran,“ so Klaus Schindler, der als SPD-Parteivertreter der Bürgerversammlung beiwohnte.

Es gab noch zahlreiche Anregungen der Anwohner. Durch Ela ist der Finkenkamp viel heller geworden. Deshalb sollte über die Art und Weise der Aufforstung direkt an der Straße noch einmal nachgedacht werden. Auch der Punkt, dass die Verschlammung der Wege teilweise durch Wasserabfluss von der Kolumbusstraße verursacht wird, nahm die Stadtverwaltung als Anregung gern auf. Jochen Schwatlo: „Im Siepental soll die Naturnähe wieder hergestellt werden. Eine Bewaldung ist nicht vorgesehen.“ Im Gegenteil: Größere Sichtflächen sind vorgegeben. Einige Anwohner befürchten Einschnitte in die Tier- und Pflanzenwelt. Egon Janz: „Die Nahrungsgrundlage für die heimische Brut soll gestärkt werden. - Brombeeren bringen da allerdings nichts.“

Und die sollen auch als erste Maßnahme noch in diesem Herbst verschwinden, so Sylvia Waage. Dann sind die ersten Rückschnitte vor dem Winter geplant. Alle Anregungen der Anwohner sollen in die Planung einbezogen werden. Am 13. September wird das überarbeitete Konzept zur Abstimmung vorgelegt. Wenn die Politik zustimmt, wird die „Renaturierung Siepental“ öffentlich ausgeschrieben. Damit könnte mit der Neugestaltung dann im Frühjahr 2017 begonnen werden. Das Umweltamt und der Denkmalschutz haben allerdings auch noch ein Wörtchen mitzureden. „Insgesamt muss der Park so gestaltet werden, dass er ohne große Kosten erhalten werden kann.“ Sylvia Waage denkt dabei an eine natürliche Bepflanzung, an Naturwiesen und keinen englischen Zierrasen. Auch in der Wahl der Sträucher und Bodendecker favorisiert das Planungsbüro pflegeleichte blühende Arten. Dieckerboom: „Die Weite des Tal soll wieder erreicht werden.“
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