Trauer um Eleonore Güllenstern

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Dieter Spliethoff

„Ich möchte gern Oberbürgermeisterin in einer Stadt sein, die ein lebendiger Markt für jedermanns Mark und Pfennig ist, aber auch ein Markt des Geistes, der Ideen, der menschenwürdigen Begegnung und des menschlichen Miteinanders.“
„Dieses Zitat aus der Antrittsrede als Oberbürgermeisterin aus dem Jahr 1982 charakterisiert sehr anschaulich den Menschen Eleonore Güllenstern: Eine Frau mit Herz und Verstand!“ Mit diesen Worten würdigen der Mülheimer SPD-Parteivorsitzende Ulrich Scholten und Dieter Spliethoff, Vorsitzender der SPD-Fraktion, die jüngst verstorbene frühere erste Bürgerin der Stadt.

Mit großer Energie und viel Courage, aber auch mit weiblichem Charme habe Eleonore Güllenstern ihre Ziele während ihres langjährigen politischen Wirkens als Stadtverordnete sowie ab 1982 als seinerzeit einzige Frau an der Spitze einer westdeutschen Großstadt verfolgt. Spliethoff: „Beispielhaft erwähnt sei hier ihr Einsatz für die Einrichtung der Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten in der Verwaltung. Nicht zuletzt aufgrund ihres Engagements in der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen war ihr dieses Vorhaben eine Herzensangelegenheit.“
Viele wegweisende Projekte der Stadtentwicklung habe sie angestoßen oder maßgeblich begleitet. In ihre Amtszeit als Oberbürgermeisterin fiel u.a. die Gründung des Mülheimer Arbeitslosenzentrums, die Einrichtung eines Runden Tisches gegen Ausländerfeindlichkeit und nicht zuletzt die kulturpolitischen Meilensteine der Einrichtung der Mülheimer Theatertage und der Gründung des Theaters an der Ruhr.
„Mit Eleonore Güllenstern verliert die Mülheimer SPD eine großartige Persönlichkeit und warmherzige Mitstreiterin, der wir viel zu verdanken haben“, so Scholten und Spliethoff.
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