Padre aus Peru zu Gast am Elsa-Brändström-Gymnasium

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Der Padre inmitten der Elsa-Schüler. Foto: privat

Eine große schwarze Skulptur mit Gitterstäben auf dem Bauch - so hat ein peruanischer Gefangener den Verlust seiner Freiheit dargestellt. Vor den Stäben jedoch ein flügelschwingender Vogel - Symbol der Hoffnung. Das Kunstwerk ist Bestandteil der Kunsttherapie, die zum Drogen-Entzugsprogramm der Sozialpastoral in einem großen Männergefängnis in Lima gehört.

Hundertzwanzig Schüler in der Aula des Elsa-Brändström-Gymnasiums halten Fotos dieser Skulptur in den Händen, die ihnen Padre Norbert Nikolai mitgebracht hat. Nikolai, der aus dem Ruhrgebiet stammt, aber seit sieben Jahren als Gefängnisseelsorger in Lima arbeitet, ist zu Besuch im Religionsunterricht und berichtet anschaulich vom Alltag im Knast - von Gewalt, Korruption und den allgegenwärtigen Drogen, aber auch von Sehnsucht nach einem Neuanfang. Dazu gehören Gottesdienst und Gebet, Zuwendung und Pflege bei Krankheiten, aber auch kreative Workshops, in denen sie Theater spielen, musizieren und tanzen. Der Padre hat in der Therapie schon harte Männer weinen sehen. Am Ende sind die Schüler beeindruckt und voll Bewunderung für den Padre, der Kraft in seinem Glauben findet und von den Gefangenen viel zurück bekommt.
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