Linie 105: Pro Bahn gegen CDU-Vorschlag

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Archivfoto

Oberhausen. Der Fahrgastverband PRO BAHN hält den Vorschlag der CDU zur Planung der Linie 105 für deutlich schlechter als die städtische Planung.

Nachteilig sei einerseits die Einrichtung von zwei zusätzlichen Haltestellen "Neue Mitte tief", da so das Gesamtangebot in Richtung Hauptbahnhof bzw. Sterkrade nicht einheitlich an einer Haltestelle abfahre. Selbst Richtung Essen würden dann die Abfahrten abwechselnd nördlich und südlich der vierspurigen Straße Alte Walz stattfinden.
Offenbar sehe die CDU auch nur eingleisige Verbindungen auf die Trasse Richtung Hauptbahnhof und Sterkrade vor, was der Lageplan und die geringer veranschlagten Kosten für Weichen andeute. Dies sei betrieblich problematisch, da bei nicht auszuschließenden Begegnungen von Bahnen wartende Züge die ÖPNV-Trasse in einer Richtung sperren würden, dies sogar an zwei Stellen.

Geringe Erschließung


Die Erschließungswirkung der CDU-Trasse innerhalb der Neuen Mitte sei gering, da Gasometer, Marina/SeaLife und Musicaltheater jeweils deutlich über 500 Meter von der nächsten Straßenbahnhaltestelle entfernt seien. Im städtischen Vorschlag gäbe es hierfür jeweils eigene Haltestellen, die vom Hauptbahnhof, vom Sterkrader Bahnhof und von Essen aus direkt angefahren würden.
Ein zusätzlicher Halt zur Verknüpfung mit der S 2 sei auch beim städtischen Plan möglich. Solange aber hier nur einmal pro Stunde ein Zug verkehre, sei dies verkehrlich kaum sinnvoll.
PRO BAHN hält die städtische Planung für insgesamt ausgewogen, Kosten und Nutzen stünden hier in einem angemessenen Verhältnis.
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