„Ziemlich beste Freunde“ - Komödie am 15.05.2015 in der Stadthalle Olfen

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„Ziemlich beste Freunde“ - Komödie am 15.05.2015 in der Stadthalle Olfen - Foto: Werner Zempelin
 
„Ziemlich beste Freunde“ - Komödie am 15.05.2015 in der Stadthalle Olfen - Foto: Werner Zempelin
Olfen: Stadthalle | Die Inszenierung des französischen Kino-Welterfolgs „Ziemlich beste Freunde“ für die Bühne wird am Freitagabend auch die Besucher in der Stadthalle Olfen begeistern, denn großes Theater erwartet sie: Gunnar Dreßlers Komödie, ebenso anrührend wie irrsinnig witzig, kommt garantiert bei den Zuschauern an.

Das Wagnis, einen sehr erfolgreichen Kinofilm, der auch bereits im Fernsehen lief, auf die Theaterbühne zu bringen, wurde bisher schon ein voller Erfolg. Die Komödie bezieht ihren Charme hauptsächlich durch die skurrile Handlung, wo zwei aus der Gesellschaft Ausgeschlossene aufeinandertreffen, die sich unter „normalen Umständen“ nie begegnet wären:

Zum einen der aristokratische, schwerreiche Champagner-Unternehmer Philippe (Timothy Peach), der im noblen Pariser Stadtteil Saint-Germain-des Près lebt, und zum anderen der aus Nordafrika stammende, in einem Pariser Vorstadtghetto aufgewachsene, arbeitslose und kürzlich aus der Sechsmonatshaft entlassene Kleinkriminelle Driss (Felix Frenken), ein großspuriger Sprücheklopfer.

Weil Philippe, der seit einem Paragliding-Unfall ab dem Hals gelähmt ist und weder Arme noch Beine bewegen kann, einen neuen Intensivpfleger sucht und Driss eine Bestätigung für das Arbeitsamt braucht, treffen die beiden Dickköpfe aufeinander. Doch statt die (erhoffte) Ablehnung zu unterschreiben, stellt Philippe den Ex-Knacki aus der Vorstadt für vier Wochen zur Probe ein.

Dabei ignoriert er die Warnung von Bruder Antoine (Michel Haebler), der über Driss weiß: „Die Jungs aus der Vorstadt kennen kein Mitleid“. Aber die Antwort lautet überraschenderweise: „Aber genau das ist es ja, was ich will - kein Mitleid“.
So gibt es an diesem Abend auch die Lektion, dass es nicht immer der politisch korrekte Umgang ist, der Gesunde und Behinderte, Etablierte und Migranten zusammen führt, manchmal eben auch ein unverbildetes Herz und ein loses Mundwerk. Driss wirbelt ohne falsche Pietät das Leben des Multimillionärs durcheinander, holt ihn aus seinem seelischen Schneckenhaus, macht sich lieber über die Behinderung lustig, anstatt Mitleid zu heucheln.

Da raucht der hibbelige Spaßvogel Driss, dem die Herzen in der Stadthalle mühelos zufliegen werden, mit Philippe Hasch und scheut auch die Frage nicht, ob bei ihm überhaupt sexuell noch was läuft. Die beiden Protagonisten bilden ein Traum-Duo äußerster Gegensätze und werden irgendwann „ziemlich beste Freunde“. Und als dann auch noch seine Brieffreundin Éleonore (Sara Spennemann) -dank Driss- erscheint, ist sein Leben wieder lebenswert.

Das Stück ist so herzerfrischend und kurzweilig, eigentlich zu schön, um wahr zu sein, aber es beruht auf einer wahren Geschichte.
(Autobiografie des aus adliger Familie stammenden ehemaligen Geschäftsführers der Champagnergesellschaft Pommery, Philippe Pozzo di Borgo.)

Die Daten:

Freitag, 15. Mai 2015 - 19.30 Uhr Einlass; 20.00 Uhr Beginn
Stadthalle Olfen, Zur Geest 25, 59399 Olfen

Eintritt (Einzelpreis): 23,00 €

Die Karten sind im Bürgerbüro, Marktplatz 5 in Olfen erhältlich.
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