Ruhrfestspiele 2013: Ulrich Gebauer - ein Guter

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Ulrich Gebauer und Ralf Schink geben Erich Kästners Gedichten Stimme und Klang. (Foto: DERDEHMEL)
Wenn am 1. Mai die Ruhrfestspiele starten, können sich Theaterfans auf den Auftritt von Ulrich Gebauer freuen: Der bekannte Schauspieler wird, am Klavier von Ralf Schink begleitet, Gedichte von Erich Kästner vortragen, die sich nach 80 Jahren brandaktuell anhören.

Es geht um gierige Banker, gewissenlose Politiker und den Mensch an sich, der einfach kein besserer Mensch wird. Einige Kästner-Kostproben gab Ulrich Gebauer am Abend vor der mit Spannung erwarteten Vorstellung des neuen Festivalprogramms in Herten im „Kohlenkeller“ auf der Zeche Ewald.

Herzlichen Glückwunsch! Ist es das erste Mal, dass Sie ausgerechnet in Herten Ihren Geburtstag feiern?

Ulrich Gebauer (lacht): „Stimmt. Aber ich bin auch gerne an meinem Geburtstag gekommen, obwohl ich morgen schon sehr früh wieder im Zug sitzen werde und nach München fahre. Sehr eindrucksvoll, was aus dem ehemaligen Lehrstollen geworden ist, der jetzt für Feiern genutzt wird.“

Sie kennen das Ruhrgebiet sehr gut?
„Ja, denn ich habe viele Jahre am Schauspielhaus Bochum gearbeitet, und deshalb interessiert es mich immer, was hier los ist. Hier lebt ein guter Menschenschlag, ich mag die ganze Art. Und ich finde es richtig schlimm, was gerade in Bochum wegen Opel mit den Menschen passiert, wie viel schlechter es der Stadt als früher geht. Das ist eine Tragödie.“

Was bedeuten Ihnen die Ruhrfestspiele?
„Es ist ein richtiges, großes und wichtiges Ereignis, ein kulturelles Fest. Ich freue mich sehr darauf, dass ich – mittlerweile zum vierten Mal – wieder dabei sein werde.

Sie spielen im Fernsehen so oft auch bösartige Charaktere, richtig finstere Rollen. Wie werden wir Sie denn bei den Ruhrfestspielen erleben?
„Da bin einer von den Guten.“

Zur Person: Ulrich Gebauer, geboren am 28. Januar 1956, arbeitet erfolgreich als Schauspieler auf der Bühne, fürs Fernsehen und dreht Kinofilme (2012: „Die Kirche bleibt im Dorf“). Zuletzt war er 2011 bei den Ruhrfestspielen in dem Stück „Eyolfs Traum“ nach Ipsen zu sehen. Man kennt den Mann mit dem Charakterkopf auch aus vielen Auftritten in den TV-Reihen „Tatort“, „SOKO“, „Polizeiruf“ und „Ein Fall für Zwei.“ Gebauer lebt in Berlin.

Zum Programm: "Herzleid Los" , Ulrich Gebauer und Ralf Schink (am Klavier und an der von ihm selbst geschaffenen Harfe aus Licht), Gedichte von Erich Kästner.
Zu sehen im EntertainTent (Zelt) im Stadtgarten am Ruhrfestspielhaus, Samstag, 1. Juni, 19 Uhr, Sonntag, 2. Juni, 18 Uhr, Montag, 3. Juni, 20 Uhr.

Karten-Infos: 02361/ 92180

Ko-Produktion Ruhrfestspiele Recklinghausen, Schlossparktheater Berlin.
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