Flüchtlinge aus dem Kosovo verlassen Notunterkunft

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(Foto: Melanie Giese)

Nachdem sie über drei Wochen in der zu einer Notunterkunft umfunktionierten Sporthalle am Berufskolleg Kuniberg verbracht hatten, verließen die Kosovo-Flüchtlinge heute wieder Recklinghausen.

Mit dem Bus ging es für 61 von ihnen nach Hemer in die Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes, die übrigen Flüchtlinge traten die Reise nach Bochum an.

108 Flüchtlinge, darunter viele Familien mit Kindern und Jugendlichen, waren am 25. Februar 2015 nach Recklinghausen gekommen, weil die Zentralen Aufnahmestellen des Landes NRW den Flüchtlingsstrom nicht mehr bewältigen konnten. Inzwischen hat sich die Situation  entspannt, und die zuständige Bezirksregierung Arnsberg wieder die Betreuung der Flüchtlinge übernommen.

Am Ende gab es jetzt dickes Lob von Hans-Ulrich Seidel, zuständiger Fachbereichsleiter für Recht, Sicherheit und Ordnung beim  Kreis Recklinghausen. „Angefangen von den Flüchtlingen, über die Hilfsorganisationen DRK, THW, ASB, MHD und die Schule bis hin zu den vielen Menschen, die gedolmetscht, gespendet oder anderweitig geholfen haben – ihnen allen gebührt unser Dank. Auf ihr vorbildliches Verhalten und ihr Engagement ist es zurückzuführen, dass in den vergangenen Wochen alles reibungslos geklappt hat.“ Ähnlich positiv äußerten sich die Flüchtlinge selbst. Trotz  Zusammenlebens auf engstem Raum unter den Bedingungen einer Notunterkunft habe man sich in der Sporthalle „gut betreut und wohl gefühlt“, berichteten sie am Freitag zum Abschied.

In der kommenden Woche werden die Feldbetten, Tische und Bänke aus der Sporthalle geräumt, der Sanitätsraum frei gezogen, die Lager für Hygieneartikel und Kleidung aufgelöst und die zusätzlichen Elektroverteiler abgebaut. Nach den Osterferien wird die Sporthalle wieder dem Berufskolleg Kuniberg zur Verfügung stehen.

Schon bei der Entscheidung, die Sporthalle für die Aufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen, hatte der Kreis Recklinghausen darauf hingewiesen, dass die Unterbringung nur vorübergehend erfolgen kann - bis längstens 21. März 2015.
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