Sicherer Schulweg: Achtung, i-Dötzchen!

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(Foto: DVR)

Im Kreis Recklinghausen und in Bottrop werden in dieser Woche rund 6000 Kinder eingeschult, etwa 6700 Kinder wechseln von der vierten Klasse der Grundschule zu einer weiterführenden Schule. „Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es besonders wichtig ist, die Schulwege zu überwachen, da die Kinder zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern zählen“, sagt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Denn allein im Zeitraum des Schuljahres 2014/2015 ereigneten sich im Kreis Recklinghausen und in Bottrop 39 Schulwegunfälle, bei denen vier Kinder schwer und 35 Kinder leicht verletzt wurden. Besonders gefährdet ist hierbei die Gruppe der 10- bis 14-jährigen Radfahrer.

„Hervorzuheben ist, dass lediglich zwölf der verunglückten 39 Schülerinnen und Schüler selbst die Ursache für einen Unfall gesetzt haben. Dies verdeutlicht, dass sich nicht nur die Kinder unsicher im Straßenverkehr verhalten haben, sondern dass auch andere Verkehrsteilnehmer nicht ausreichend auf sie geachtet haben“, merkt der Leiter der Direktion Verkehr, Rolf Engler, an.

Vor diesem Hintergrund führt die Polizei Recklinghausen wie in den Vorjahren auch zum Schulbeginn im Zeitraum von Mittwoch, 12., bis Freitag, 28. August, eine gezielte Schulwegsicherung durch. Hierbei werden die Beamten die Schulwege überwachen und den Schulanfängern und deren Eltern, aber auch den Schulwechslern hilfreiche Tipps geben, wie sie die Schule sicher erreichen können.

Insbesondere bei den Schulwechslern, die oft mit dem Rad fahren, wird nicht nur das Fahrverhalten im Straßenverkehr überwacht, sondern auch die Verkehrssicherheit der Fahrräder überprüft und auf die Wichtigkeit des Tragens eines Fahrradhelms hingewiesen.

In den kommenden Wochen ahnden die eingesetzten Beamten Verkehrsverstöße, um auch „Uneinsichtige“ zur Änderung ihrer Verhaltensweise zu bewegen. Darüber hinaus überprüfen die Beamten im Rahmen der Schulwegsicherung die Gurtanlegepflicht und die Nutzung von Kindersitzen. Das Ziel der gebündelten Maßnahmen ist, einen Beitrag zur Reduzierung der Schulwegunfälle zu leisten.
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen rät den Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern den „sicheren Weg“ zur Schule zu planen und zu üben. Für Eltern, deren Kinder mit dem Rad zur Schule fahren möchten, bedeutet dies natürlich auch die Überprüfung des Rades auf Verkehrssicherheit. Besonders wichtig ist, dass Licht und Bremsen intakt sind. Bei der Planung ist zu beachten, dass der kürzere Weg zur Schule nicht immer der sicherste ist. Daher regt die Polizei an, insbesondere Fußgängerüberweg, Fußgängerampeln und Zebrastreifen bei einer Straßenüberquerung auch zu nutzen.

Der Sichtbarkeit von Radfahrern kommt in Zeiten kürzer werdender Tage mit morgens längerer Dunkelheit eine besondere Bedeutung zu. Daher weist die Polizei daraufhin, dass Eltern darauf achten sollten, dass ihre Kinder mit heller Kleidung mit Licht reflektierenden Applikationen oder Aufnähern den Weg zur Schule antreten. Zusätzlich getragene reflektierende Armbinden und Anhänger verstärken die Sichtbarkeit. Denn das rechtzeitige Sehen eines Schülers in einer gefährlichen Situation kann schon dazu beitragen, einen einen Unfall zu verhindern.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei alle Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksichtnahme auf Schülerinnen und Schüler auf deren Schulweg.
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