Mission Aufstieg

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Gut gelaunte Zebras! Nach der Winterpause will der MSV angreifen. Derzeit auf Platz sechs liegend, beträgt der Rückstand der Meidericher auf einen direkten Aufstiegsplatz nur drei Punkte. Da geht doch noch was! (Foto: WA-.Archivbilder: Hannes Kirchner)
 
Engagiert an der Linie: Mit Coach Gino Lettieri soll der Aufstieg in Angriff genommen werden. (Foto: WA-.Archivbilder: Hannes Kirchner)

Am Montag gewann der MSV Duisburg sein letztes Testspiel gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen mit 3:1.

Der MSV Duisburg spielte vor allem in der ersten Halbzeit ein sehr starkes Spiel und ging schon früh durch den nigerianischen Stürmer Kingsley Onuegbu in der vierten Minute in Führung. In der 17. Minute erhöhte Kapitän Steffen Bohl auf 2:0. Zwei Minuten später erzielte Levent Aycicek den Anschlusstreffer. In der 31. Minute wurde der SV Werder Bremen eiskalt ausgekontert, wobei Zlatko Janjic mit einem wunderschönen Schlenzer zum 3:1 vollendete.

Danach passierte wenig, Bremen spielte für einen Bundesligisten sehr schwach. Beide Teams wechselten sämtliche Spieler im Laufe der zweiten Halbzeit aus. Dadurch kam kein richtiger Spielfluss zustande. Die zweite Halbzeit plätscherte vor sich dahin und am Ende stand ein 3:1 für den Drittligisten aus Duisburg auf dem Papier. Kein Wunder, dass sich die Fans bestens gelaunt auf den Heimweg machten.
Die Weichen für die Rückkehr in die zweite Bundesliga sind gestellt.

Ein kurzer Rückblick


Nach dem Ausschluss aus der zweiten Bundesliga begann beim MSV gewissermaßen eine neue Zeitrechnung.
Fast jede Personalie wurde in Frage gestellt und gegebenenfalls ausgewechselt. Mit dem damaligen Trainer Carsten Baumann wurde nicht verlängert, genauso wie mit vielen Spielern des Kaders. Deutliches Zeichen dafür, dass der MSV im zweiten Jahr in der dritten Liga um den Aufstieg mitspielen möchte. Die Verantwortlichen verpflichteten 14 neue Spieler, die eine gute Vorbereitung bestritten, dennoch durchwachsen starteten.
Nach der Hinrunde stehen die Zebras auf Platz sechs mit zwei Punkten Abstand auf einen Aufstiegsplatz.
Mann der Hinrunde war Torjäger Zlatko Janjic, aber auch Torhüter Michael Ratajcak, der zum besten Sportler der Stadt Duisburg gewählt wurde, spielte eine starke Hinrunde. Kingsley Onuegbu, der Star der letzten Saison, begann schwach, steigerte sich aber zum Ende der Hinrunde. Dagegen zeigte die Formkurve bei Neuzugang Dennis Grote, der anfangs sehr stark spielte, zuletzt deutlich nach unten. Mit vorbildlichem Einsatz gehen der neue Kapitän Steffen Bohl und Tim Albutat voran. Vor allem in kämpferischer Hinsicht überzeugten die beiden Neuzugänge bisher. Allerdings führte der langfristige Ausfall von Spielmacher Pierre de Wit zu Ideenlosigkeit im Spielaufbau. So ließ der MSV doch unnötigerweise einige Punkte liegen, die momentan noch zu einem direkten Aufstiegsplatz fehlen.
Verlass war in der Hinrunde vor allem auf die Defensive, nach Holstein Kiel die beste der dritten Liga. Nur 20 Gegentore in 22 Spielen sprechen hier eine deutliche Sprache.

Steigerungspotenzial bietet dagegen noch die Offensivabteilung. Mit seinen zehn Treffern ist Zlatko Janjic erfolgreichster Torschütze der Duisburger, während die beiden zentralen Stürmer, Kevin Scheidhauer und Kingsley Onuegbu, beide nur dreimal trafen, eindeutig zu wenig für solche Spieler.

Aktuelles


Positive Eindrücke brachten Fans und Mannschaft aus dem Trainingslager in der Türkei mit. Pierre de Wit ist wieder imTraining und mit Martin Dausch wurde, ablösefrei von Union Berlin, ein weiterer hochkarätiger Neuzugang verpflichtet. Dagegen kehrte Dauerreservist Tanju Öztürk der Wedau den Rücken. Der „Sechser“ wechselte zur zweiten Mannschaft von Schalke 04.

Am Samstag, 31. Januar, endet die Winterpause mit einem Auswärtsspiel beim Halleschen FC. Beim Tabellenzwölften heißt es, die Konzentration von Beginn an hoch zu halten und mit Akaki Gogia die zentrale Figur der Gastgeber aus dem Spiel zu nehmen. Überhaupt muss der MSV vor allem gegen die vermeintlich schwächeren Liga-Konkurrenten in der Rückrunde gewinnen, um die Chancen auf den Aufstieg zu wahren. Und dann hätten auch die Fans der Zebras, die in der Vergangenheit doch arg gebeutelt wurden, endlich wieder Grund zum Jubeln.
Also: Wenn nicht jetzt aufsteigen, wann dann?
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