Feuerwehrübung am Gemeindehaus Westfalendamm

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Am Einsatzort eingetroffen wurde das weitere Vorgehen besprochen. (Foto: Feuerwehr)
Schwelm: Feuerwehr |

Der Übungsdienst des Löschzuges der Feuerwehr Schwelm begann
am Freitag, 19. August, ganz normal um 19.30 Uhr an der Feuer- und
Rettungswache.

Als die Fahrzeuge entsprechend besetzt wurden, ertönte der Alarmgong mit der Durchsage: "Einsatz für das Hilfeleistungslöschfahrzeug, Brandnachschau nach Containerbrand am Westfalendamm Höhe Kreishaus". Bis dahin wussten die Einsatzkräfte nicht, dass eine Übung in den
Jugendräumen der evangelisch freikirchlichen Gemeinde in Schwelm am
Westfalendamm vorbereitet war. Sofort machte sich das erste Löschfahrzeug auf den Weg zur Einsatzstelle, kurze Zeit später wurden auch die weiteren Fahrzeuge
des Löschzuges zum Westfalendamm geschickt. Vor Ort wurde der ersteintreffende Gruppenführer durch die Übungsleitung über die Tatsache aufgeklärt, dass es sich um eine Übung handelt.
Ein von der Übungsleitung eingewiesener "Jugendleiter" berichtete
dem Gruppenführer, dass in den Jugendräumen der Gemeinde eine Übernachtung geplant war und dort alles verraucht sei. In den Räumlichkeiten sollten sich auch noch mehrere Jugendliche aufhalten. Bei der weiteren Erkundung konnte der Gruppenführer auf der Gebäuderückseite eine verletzte Person auffinden, die ihm mitteilte, dass der gesamte Jugendraum verqualmt und etwa acht bis zehn Personen an diesem Abend bei der Jugendveranstaltung gewesen, und somit vermisst seien.
Daraufhin gab der Gruppenführer der Leitstelle eine Rückmeldung und
forderte weitere Einsatzkräfte an. Ein Trupp mit einem C-Rohr unter schwerem Atemschutz wurde zur Menschenrettung und
Brandbekämpfung ins Gebäude geschickt. Zu diesem Zeitpunkt trafen auch
die weiteren Kräfte des Löschzuges ein, so dass weitere Trupps in das Gebäude vorgehen konnten. Der mittlerweile eingetroffene Einsatzleiter Oliver Dag übernahm dann die Führung des Einsatzes und teilte die Einsatzstelle in
mehrere Abschnitte ein. Insgesamt acht Personen konnten aus dem
Gefahrenbereich gerettet und anschließend zu einer
Verletztensammelstelle auf das Dach des Parkhauses am Kreishaus
transportiert werden. Das Feuer konnte dann wirksam bekämpft
werden. Als nahezu alle verletzten Personen gerettet waren, wurde
eingespielt, dass einer der Atemschutzgeräteträger innerhalb des Gebäudes kollabierte. Somit musste auch noch der sogenannte "Sicherheitstrupp", der extra für einen Notfall eines Atemschutzgeräteträgers am Gebäudezugang bereit stand, eingesetzt werden. Dadurch wurde die Rettung einer eigenen Einsatzkraft aus dem
Gefahrenbereich geübt. Nach der Rettung des Kameraden wurde noch ein Lüfter in Stellung gebracht, um das verqualmte Gebäude rauchfrei zu bekommen, der Rauch wurde von einer Nebelmaschine simuliert.

Übungsleiter sehr zufrieden

"Der Einsatz lief strukturiert ab und die Einsatzkräfte haben gezeigt, dass sie auch unter Stress gut zusammen arbeiten können", so die Übungsleiter Stefan Rohde und Christian Mielke. Als Besonderheit wurden bei der Übung nicht nur Puppen als "Verletzte" eingesetzt, sondern auch Jugendliche und Mitarbeiter der gemeindeübergreifenden Teenager- und Jugendarbeit von drei freikirchlichen Gemeinden (Markgrafenstraße, Kaiserstraße und Westfalendamm). Sie dienten als verletzte Personen. Ihnen gilt an dieser Stelle ein besonderer Dank der
Feuerwehr, da sie dafür sorgten, dass die Übung noch realistischer
wurde und die Betreuung von verletzten Personen geübt werden konnte.
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