Doppelt „Schöner als die Wirklichkeit“ – höchstes Kunsterlebnis und moralische Größe Aachens: Gotha am 02. Juli 2016

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Isabel Pfeiffer-Poensgen / Dr. Babette Winter / Dr. Margrethe Schmeer / Prof. Dr. Martin Eberle / Knut Kreuch (Gothas Oberbürgermeister)
Die Eröffnung der Ausstellung „Schöner als die Wirklichkeit - Das Stillleben des Balthasar van der Ast" nun in Gothas „Herzoglichem Museum“, nachdem diese zuvor in Aachen riesigen Anklang gefunden hatte, war am Samstag, den 02. Juli 2016, gleich zum Anlass genommen worden, die Heimkehr des „Gothaer Elfenbeinkästchens“ zu feiern.

Dieses Kästchen war als Beutekunst Ende des 2. Weltkrieges aus Gothas Sammlung verschwunden. Später in Aachen wieder aufgetaucht, war es zur dortigen Museumsatraktion geworden.

Als die Aachener feststellten, dass dieses Elfenbeinkästchen zu Gotha gehörte, entschlossen sie sich in einer beispielhaften Geste, das „Gothaer Elfenbeinkästchen“ nicht nur als Dauerleihgabe nach Gotha zu geben, sondern Gotha wieder zu übereignen.
Diese nicht hoch genug einzuschätzende Tat wurde zur Ausstellungseröffnung gewürdigt und entsprechend hervorgehoben.
Das Kästchen selbst konnte nach der Eröffnungsveranstaltung im rechten hinteren Teil der Skulpturenhalle des „herzoglichen Museum Gotha“ bewundert werden.

Stark umringt war es der Bewunderung freigegeben. Die Vitrine gab einerseits einen gebührenden Abstand und andererseits einer Vielzahl von Betrachtern die Möglichkeit, diese schmucke Kästchen gleichzeitig anzusehen.

Da hatte ich wahrlich Glück gehabt, schon vorher ganz allein das Kästchen fotografiert haben zu können, wobei das Vitrinenglas doch etwas die Fotofreude mindert und man sich natürlich geringeren Abstand zum Kästchen in diesem Fall wünschen würde.

Dies erwähnt und im folgenden Video einen Blick in die Skulpturenhalle des "Herzoglichen Museums Gotha" gewagt sowie Frau Lindners eindrucksvollem Harfespiel Gehör geschenkt zu haben - damit könnte der Beitrag abgeschlossen werden.
Noch einen Blick auf die Fotos, welche hoffentlich Lust machen, diese Ausstellung bis zum 03. Oktober 2016 selbst anzuschauen.



(ca. 05 Min)


Freilich ist Gotha durch das "Herzogliche Museum" an sich schon mindestens einen Besuch wert!

Doch allein das Gesagte würde der Bedeutung des Ereignisses dieses Tages sicher nicht gerecht werden! Deshalb die nachfolgenden ergänzenden Worte und Videos!



Zu dieser Veranstaltung des doppelten Kulturgenusses, denn die Eröffnung der Ausstellung „Schöner als die Wirklichkeit - Das Stillleben des Balthasar van der Ast" ist für sich allein bereits ein Kracher, mit dem Gotha (nach Aachen) brillieren kann, waren hochkarätige Gäste gekommen.
So begrüßte Dr. Babette Winter (Staatssekretärin für Kultur und Europa in der Thüringer Staatskanzlei und Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha) die Eröffnungsgäste. Ihr würdigender Blick auf die gemeinsam begangenen Kulturereignisse zeigte die riesige Freude in innere Berührung, wie das auch den nachfolgenden Rednern deutlich anzumerken war.

(ca. 07 Min)


Grußworte von Isabel Pfeiffer-Poensgen (Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder) schlossen sich an.

(ca. 11 Min)


Dr. Margrethe Schmeer (Bürgermeisterin der Stadt Aachen) hob die guten Kunstbeziehungen zwischen Aachen und Gotha hervor, freute sich darüber, dass nun in Gotha eine Ausstellung von Stilleben-Kunstwerken des Künstlers van der Ast zu erleben ist, erwähnte dabei, dass ja auch Gotha einmal vier seiner Werke besaß, und betonte ihrerseits auch die Freude über die Rückgabe des „Gothaer Elfenbeinkästchens“ aus dem Besitz des Suermondt-Ludwig-Museums Aachen.
„Wer etwas zurückhaben möchte, was ihm einmal gehört hat, muss auch das wieder hergeben, von dem sich herausstellt, dass es ihm eigentlich nicht gehört.“

(ca. 09 Min)


Stark beeindruckend waren auch die Worte Leiters des Suermondt-Ludwig-Museums Aachen, Peter van den Brink, dessen Freude an den guten Beziehungen Aachens zu Gotha im förmlich aus dem Gesicht sprang und in der herzlichen Umarmung des Prof. Dr. Martin Eberle stark zum Ausdruck kam.
Die Bemühungen des Peter van den Brink um Kunstgüterrückgaben ließen einen tiefen Einblick in noch zu bewältigenden Aufgaben zu und zeigten andererseits die Größe des aktuellen doppelten Kulturgenusses dieses Ausstellungseröffnungstages.

(ca. 10 Min)


Schließlich war es an Prof. Dr. Martin Eberle (Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha) Dankesworte an all diejenigen zu geben, welche durch ihre Leihgaben die Ausstellung der Werke des Balthasar van der Ast ermöglichten, die tatkräftige Aachener Unterstützung zu würdigen und – in seiner ihm innewohnende emotionellen Art – besonders all seinen Mitarbeitern für ihre aufopferungsvolle Arbeit nicht nur für das Gelingen dieser Ausstellung hervorzuheben.

(ca. 12 Min)


Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die Ausstellung „Schöner als die Wirklichkeit - Das Stillleben des Balthasar van der Ast" von vielen Gothaer und Besuchern gesehen und die Freude über das zurückgekehrte „Gothaer Elfenbeinkästchens“ alle erfüllen wird!
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