Flaggen am Kreishaus - Für Solidarität mit Tibet und gegen Extremismus

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Stark, fair, sozial, offen und bunt: Der Kreis Unna zeigt Flagge gegen Extremismus. Foto: Carsten Vach – Kreis Unna

Kreis Unna. Der Kreis Unna zeigt in dieser Woche Flagge – und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Aus Solidarität mit dem tibetischen Volk hisst der Kreis Unna am 10. März die Flagge dieses Landes. Außerdem weht eine bunte Flagge zum Zeichen gegen Extremismus vor dem Kreishaus.


Mit der Hissung der tibetischen Flagge folgt der Kreis wie 1.000 andere Kommunen in Deutschland dem Aufruf nach Solidarität mit dem tibetischen Volk bei der Forderung auf Selbstbestimmung und Achtung der Menschenrechte. Aufgerufen zu dieser 2017 zum 22. Mal stattfindenden Aktion hat die Tibet-Initiative Deutschland e.V. Anlass ist der Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes am 10. März.

„In Tibet werden Menschenrechte nach wie vor massiv verletzt. Wir wollen auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen, indem wir uns wieder an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ beteiligen“, betont Landrat Michael Makiolla.

Flagge zu zeigen bedeute, Stellung zu beziehen gegen die anhaltende Gewalt und Unterdrückung in Tibet und für das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung einzustehen. Doch nicht nur das: „Gerade in Zeiten, in denen bewaffnete Konflikte zunehmen, ist es besonders bemerkenswert, dass die Tibeter seit mehr als 60 Jahren den Weg des gewaltlosen Widerstands gehen“, unterstreicht Makiolla.

Der Kreis Unna ist aber nicht nur solidarisch, sondern auch stark, fair, sozial, offen und bunt: Mit diesen Attributen vor dem Kreishaus Unna und dem Haus Opherdicke in Holzwickede macht die Kreisverwaltung ab Ende dieser Woche deutlich, dass jegliche Form von Extremismus nicht akzeptabel ist.

PK | PKU

Weitere Informationen zur Aktion „Flagge zeigen für Tibet“ gibt es unter www.tibet-initiative.de.


Hintergrund:

Tibet ist seit 1949/50 von China besetzt. Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die chinesische Besatzungsmacht. Tausende Tibeter versammelten sich in Lhasa, um den Dalai Lama vor der chinesischen Gefangennahme zu schützen. Der Dalai Lama musste ins Exil fliehen, der Aufstand wurde von der Volksbefreiungsarmee blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Als Folge der anhaltenden Unterdrückung in Tibet leben heute zwischen 120.000 und 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. setzt sich seit 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte im besetzten Tibet ein.
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