Hanseatenimport Gottschalk will AfD NRW voran bringen

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Kay Gottschalk (zweiter von rechts) fühlt sich längst "sauwohl" in Nordrhein-Westfalen

Kay Gottschalk ist Hanseat. In seiner heutigen Bedeutung umfasst dieser soziostrukturelle Begriff Hansekaufleute, denen traditionell Weltläufigkeit, kaufmännischer Wagemut, Gediegenheit, Verlässlichkeit („Handschlag genügt“) zugeschrieben wird. Subsummiert in dieser Normenklatur hat sich der "NRW-Import" viel vorgenommen.

Im Rahmen der politischen Gesprächsreihe im Kreis Unna empfing AfD-Kreissprecher Michael Schild am gestrigen Donnerstag das Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, Kay Gottschalk. Der noch amtierende AfD-Fraktionschef in der Bezirksversammlung Mitte war zum Abendmahl-Besuch erschienen, um u.a. die politische Großwetterwetterlage in der nordrhein-westfälischen Landespartei zu erörtern.

Sehr zufrieden zeigten sich beide Politiker beispielsweise über das erste Wochenende der Landeswahlversammlung in Essen, wo die ersten neun Kandidaten für den Bundestag mit großem Zuspruch gewählt werden konnten. Dies sei – so Gottschalk – ein erster Schritt zur Annäherung der beiden Lager, für deren Befriedung sich der 52-jährige Diplom Kaufmann jetzt ebenso engagiert einsetzen will, wie er das seinerzeit beim Aufbau der Landesverbände Hamburg und Schleswig Holstein getan hat.

Der bunte Diskussionsabend auf 'Schilds Freier Feste' mitten im Kreis Unna fand schnell wie zielsicher jene Themen, welche die Bürgerinnen und Bürger im Wahlkampf so sehr bewegen. So gilt Gottschalk, der dereinst selbst sein SPD-Parteibuch gegen das der AfD eingetauscht hatte, als großer Befürworter des von Guido Reil in Essen eingeschlagenen Weges, Sozialpolitik und Arbeitnehmerinteressen wieder stärker in den Mittelpunkt von politischer Handlung zu rücken. Gleich heute wollen sich die Beiden vor Ort treffen.

Der sympathische Hanseat, der auch nach seinem Ortswechsel ins Rheinland an seiner Dauerkarte beim Hamburger SV festhalten will, zeigt klare Kante. Er ist ein Mann des Ausgleichs und der Moderation – und das durchaus nicht nur als Versammlungsleiter bei diversen Parteitagen. Es ist ihm zu wünschen, dass er ein Gutes Händchen beweist bei seiner selbst gestellten Mission im nicht immer einigen Landesverband Nordrhein-Westfalen.

Die im vergangenen Herbst gestartete Reihe der anregenden politischen Gespräche mit interessanten Gästen soll indes – durchaus auch im größeren Kreis - fortgesetzt werden.
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