Landschaftsverband Westfalen-Lippe: 188 Millionen Euro im Kreis Unna ausgegeben

Anzeige
Ausgaben für Pflegeprojekte, Wohnheime, Förderungen: Der LWL hat nun seine Bilanz des Jahres 2016 präsentiert. (Foto: LWL)

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zieht Bilanz: Im Haushaltsjahr 2016 hat er rund 188 Millionen Euro im Kreis Unna ausgegeben. Der Kreis zahlte im selben Jahr einen Mitgliedsbeitrag von 96,1 Millionen Euro an den Kommunalverband. Die Differenz stammt im Wesentlichen aus Bundes- und Landesmitteln. Das erklärten jetzt die in der LWL-Landschaftsversammlung vertretenen Abgeordneten des Kreises.

Mit dem größten Teil des Geldes unterstützte der LWL behinderte und pflegebedürftige Menschen. Insgesamt flossen rund 117,8 Millionen Euro in diese sozialen Aufgaben, beispielsweise an das Projekt Langzeit in Unna und die Hellweg Werkstätten in Bergkamen.

In der Landschaftsversammlung ist der Kreis Unna durch Wilhelm Jasperneite (CDU), Marco Morten Pufke (CDU), Brigitte Cziehso (SPD), Sascha Alexander Kudella (SPD), Ursula Lindstedt (SPD) und Werner Sell (Die Linke) vertreten.

"Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können", sagten die Abgeordneten. Zu einem normalen Leben gehört auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert daher das Ambulant Betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben im Wohnheim. Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband deshalb 1.165 Menschen im Kreis Unna dabei, alleine oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können.

2016 zahlte der LWL im Kreis Unna für 940 Wohnheimplätze. Außerdem finanzierte er 1.650 Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. 241 Kinder mit Behinderungen aus dem Kreis Unna besuchten 2016 einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 3,3 Millionen Euro zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 465 behinderte Kinder zusammen mit ihren Altersgenossen ohne Behinderung eine von 170 Regel-Kindertageseinrichtungen besuchen konnten.

Weiterhin arbeiteten im Kreis Unna im vergangenen Haushaltsjahr 80 Menschen im Dienst des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, nämlich in den Außenstellen der LWL-Kliniken Dortmund und Hamm.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.