Notstand in der Kurzzeitpflege: Hüppe setzt sich ein

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Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe setzt sich für den Erhalt der solitären Kurzzeitpflege im Kreis Unna ein. Dafür müssen auf Bundesebene die Rahmenbedingungen verbessert werden. Gegenüber Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) fordert Hüppe bereits im laufenden Gesetzgebungsverfahren zum Pflegestärkungsgesetz III Maßnahmen zur Unterstützung und zum Erhalt von solitären Kurzpflegeeinrichtungen.

„Die Kurzzeitpflege ist ein elementarer Bestandteil der Versorgung und Unterstützung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen“, führt Hüppe aus. Die solitäre Kurzzeitpflege habe unter anderem die Funktion, pflegenden Angehörigen einen Urlaub oder einen Krankenhausaufenthalt zu ermöglichen. „Die Unterbringung der pflegebedürftigen Angehörigen muss in solchen Fällen planbar sein,“ erklärt Hüppe. Voraussetzung für eine langfristige Planbarkeit sei eine hinreichende Anzahl an Kurzzeitpflegeplätzen. Hüppe weist darauf hin, dass von den ehemals 145 Kurzzeitpflegeplätzen in 10 Einrichtungen im Wahlkreis, nur noch 99 Plätze in aktuell 7 Einrichtungen übrig geblieben sind.

Grundsatz: Ambulant vor stationär gilt weiter

Wurzel des Problems ist die mangelnde Wirtschaftlichkeit der Kurzzeitpflege gegenüber einer dauerhaften Unterbringung in einem Pflegeheim. „An dieser Stelle muss dringend Abhilfe geschaffen werden, damit die bestehenden Kurzpflegeplätze erhalten bleiben und künftig wieder neue Kurzzeitpflegeplätze hinzukommen“, erklärt Hüppe. Dies diene auch dem Grundsatz „ambulant vor stationär“, der darauf abzielt, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. „Hier geht es um eine Verbesserung für die pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen. Dafür müssen wir in Berlin die Rahmenbedingungen schaffen, sonst werden manche auf eine langfristige und endgültige Unterbringung in einem Pflegeheim zurückgreifen müssen“, so Hüppe.

Die Initiative von Hubert Hüppe geht auf einen Hinweis der CDU-Kreistagsfraktion zurück, die bereits vor der Sommerpause auf eine Verschärfung der Problematik im Kreis Unna hingewiesen hat. Daraufhin hatte der Kreistag den Landrat damit beauftragt, die Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Unna in der Angelegenheit anzuschreiben und um Unterstützung zu werben.
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