150 Jahre HKS: (Kein) Ende in Sicht

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Gute Laune statt Abschiedsstimmung: In der Heinrich-Kölver-Schule wird am Samstag das 150-jährige Schuljubiläum gefeiert.
Velbert: Heinrich-Kölver-Schule | Mit einem Schulfest begeht die Heinrich-Kölver-Realschule am kommenden Samstag ihren 150. Geburtstag. Ob die Geschichte der Schule weitergeht? Es begann am 3. Januar 1865 mit einer kleinen Privatschule: 26 Schüler, ein Lehrer, ein Pfarrer, ein Hilfsprediger. Dieses kleine Häuflein legte den Grundstein für die bis heute beliebte Schule.
Rund ein Jahrhundert später – mittlerweile Realschule – bekam diese Schule vor nunmehr 50 Jahren auch einen amtlichen Namen: Heinrich-Kölver-Schule. 36 Jahre lang hatte der Namensgeber die Schule als Rektor geleitet.
Eine lange Historie, die trotz aller Existenzängste am kommenden Samstag gefeiert wird. Dazu sind ab 10 Uhr alle Interessierten in die Einrichtung An der Maikammer eingeladen, der offizielle Festakt startet um 14 Uhr in der Aula.
„Den ganzen Tag über finden Bühnendarbietungen, Konzerte und Aufführungen des Schulzirkus‘ statt. Es wird gegrillt, getanzt und zahlreiche Kooperationspartner bieten Aktionen an und informieren“, kündigt Schulleiter Uwe Heidelberg an.
Und bis dahin will er wissen, wie es mit „seiner“ Schule weitergeht. Das hat er in einem Gespräch am Montag der Bezirksregierung mitgeteilt. „Es könnte ja sein, dass wir eine Beerdigungsfeier hier veranstalten“, so der Pädagoge. Denn die HKS ist zum wiederholten Mal von der Schließung bedroht.
Die Stadt Velbert möchte am Standort der Hardenbergschule in Neviges und dem der HKS in Tönisheide eine Sekundarschule errichten.
Im vergangenen Jahr scheiterte dieses Vorhaben an zu wenigen Anmeldungen für diese Schulform.
In diesem Jahr gibt es einen neuen Anlauf, vom 2. bis 4. Februar müssen in einem vorgezogenen Anmeldeverfahren mindestens 75 Eltern ihre Schüler an der Sekundarschule anmelden. Liegen weniger Anmeldungen vor, ist die Sekundarschule gescheitert.
Unabhängig vom Ausgang dieses Anmeldeverfahrens soll die Heinrich-Kölver-Schule sukzessive auslaufen. So der Beschluss des Rates der Stadt Velbert. Im schlimmsten Fall also gibt es künftig keine weiterführende Schule mehr in Neviges, was aber nicht im Sinne der Stadtverwaltung wäre, wie Pressesprecher Hans-Joachim Blißenbach auf Nachfrage des Stadtanzeigers sagte.
Das will auch die Bezirksregierung verhindern. Sollte die Sekundarschule scheitern, soll die HKS Anmeldungen für das kommende Schuljahr annehmen dürfen, teilt Jessica Eisenmann dem Stadtanzeiger mit. Allerdings müsste auch die Realschule die nötige Anmeldezahl von 52 Schülern erreichen.
Ein Bürgerbegehren wie im vergangenen Jahr wird es indes nicht geben. „Wir sind Kämpfer, aber irgendwann wird man müde“, sagt Schulleiter Heidelberg.
Und so legt die Schule ihre Energie lieber in das bevorstehende Schulfest in der Hoffnung an diesem Tag mehr Klarheit im Bezug auf die Zukunft zu haben.
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Kerstin Weiss aus Velbert | 22.01.2015 | 19:35  
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