Anti-Bullying-Strategie gibt Schülern Sicherheit

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Kriminalhauptkommissarin Nina Golüke überreicht im Beisein zahlreicher Schüler die Auszeichnung „Schule gegen Gewalt“ an Schulleiter Reinhard Schürmann.
Velbert: Geschwister-Scholl-Gymnasium | Das Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) führte als erste weiterführende Schule in Velbert die Anti-Bullying-Strategie ein. Dafür erhielt die Schule jetzt von Kriminalhauptkommissarin Nina Golüke eine von Landrat Thomas Hendele unterschriebene Urkunde und wird als „Schule gegen Gewalt“ ausgezeichnet.

Stellvertretend für die Schule nahm Schulleiter Reinhard Schürmann die Urkunde in Anwesenheit vieler Schüler stolz entgegen:
„Eine Einführung des Programms bedeutet nicht, dass an unserer Schule besonders viel Gewalt herrscht. Gewalt und besonders Mobbing
sind an allen Schulformen vorhanden“, so Schürmann. „Ganz im Gegenteil: Die Etablierung der Strategie im Schulprogramm zeichnet die Schulen aus, denn hier wird versucht, in enger Zusammenarbeit von Schule, Eltern, Schülern und Polizei einen Lösungsweg für diese Probleme zu finden.“
Unter Bullying verstehe man gezielte, systematische und wiederholte Schikanen physisch oder psychisch stärkerer Schüler gegenüber Schwächeren, somit also eine deutliche Abgrenzung zu dem normalen alltäglichen und unproblematischen Schulsachverhalten, erklärt auch Nicole Heidrich, seit zweieinhalb Jahren Sozialarbeiterin am GSG. „Seit zehn Monaten etablieren wir bereits die Strategie an dieser Schule und zwar ganz individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse der Schüler.“
Mit Einführung der Anti-Bullying-Strategie werden ernst zu nehmende Konflikte nach einem bestimmten Schema angegangen. Wesentliche Schritte sind dabei, dass Täter und Opfer den Sachverhalt aus eigener Sicht schriftlich darlegen. Danach kommt es zeitnah zu einem klärenden Gespräch der Konfliktparteien, das wiederum von der beteiligten Lehrperson moderiert wird.
Nina Golüke: „Die Strategie besticht in erster Linie durch die Aspekte einer opferbezogenen Ausrichtung und eines Mehr-Ebenen-Konzeptes“, so die Kriminalhauptkommissarin. Zusätzlich zu den konkreten und verlässlichen Handlungsabläufen im Konfliktfall würden weitere Maßnahmen auf Schulebene, Klassenebene und persönlicher Ebene getroffen, die sowohl das Problembewusstsein schärfen als auch positive Auswirkungen auf das gesamte soziale Klima der Schule haben.
Für die Lehrer bedeutet das Projekt auf den ersten Blick zwar Mehraufwand, durch die konkreten und verlässlichen Handlungsabläufe im Konfliktfall jedoch gibt es Handlungssicherheit.
Die Schüler sind sich einig: „Wir haben nun ein sicheres Gefühl, weil man jetzt genau weiß, was zu tun ist, wenn es Probleme gibt“, so Miriam und Helga aus der achten Klasse.
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