Eiche: Jetzt soll Licht ins Dunkel gebracht werden

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Da liegt die gefällte Eiche. Viele Bürger haben sich über die Fällung aufgeregt. (Foto: Ulrich Bangert)
Der Ärger um die gefällte Gerichtseiche in Neviges geht in die nächste Runde. Der Bürgerverein Hardenberg-Neviges hat Fachaufsichtsbeschwerde beim Landrat des Kreises Mettmann eingereicht - „um Licht ins Dunkel zu bringen“, wie der Pressereferent des Bürgervereins auf Anfrage des Stadtanzeigers sagte.
„Einen Tag vor der Fällung wurde im Bezirksausschuss Neviges die Frage nach bevorstehenden Baumfällungen verneint“, so Groth, der der Meinung ist, dass solch ein „schwerwiegender Eingriff“ vorher öffentlich gemacht werden solle.
Ralph Güther, Chef der Technischen Betriebe, räumt Fehler ein. „Ich bin stinksauer über den Verfahrensablauf.“ Denn offensichtlich haben TBV-Mitarbeiter vorschnell zur Säge gegriffen, bevor die Fällung Inhalt einer Sitzung wurde. „Grund war, dass die Bahn eine Sperrung des Gehwegs, an dem die Eiche stand, wieder aufgelöst hatte.“ Die TBV-Mitarbeiter hätten Gefahr gewittert und schnell reagiert. „Von der Sache her ist die Fällung richtig. Es handelte sich um einen Gefahrenbaum, von dem bereits ein dicker Ast auf den Gehweg gestürzt war“, so Güther. Dies hätte auch ein Ortstermin mit der Unteren Landschaftsbehörde und dem Förster Peter Tuneke ergeben. „Der Baum hatte irreparable Schäden“, so der TBV-Chef.
Für Groth und den Bürgerverein ist eine „akute Gefahr“ nicht wahrscheinlich. „Zwischen dem Ortstermin und der Fällung lagen zwei Monate, da kann es sich doch nicht um eine akute Gefahr gehandelt haben.“
Jetzt wartet der Bürgerverein auf die Einschätzung des Landrats. „Das wird sicher noch etwas dauern. Wir sind gespannt, wie das Ergebnis ausfällt. Es kann doch nicht sein, dass die Bürger einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, meint Groth.
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