Familienbetrieb auf Expansionskurs

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Bürgermeister Dr. Jan Heinisch (von links) und Wirtschaftsförderer Peter Parnow lassen sich von Yakub Erkol zeigen, wie die verschiedenen Flüssigkeiten bei Erkolfill abgefüllt und verpackt werden. (Foto: Ulrich Bangert)

Bürgermeister Dr. Jan Heinisch besuchte Lohnabfüllung Erkolfill

In einer kleinen Fabrikhalle in der Straße Am Hanholz fing es an: Dort füllte die Familie Erkol im Auftrag eine größere Menge Waschpulver in kleine Pakete. Schließlich kam man auf die Idee, selber große Mengen Waschpulver zu kaufen, diese in kleinere Gebinde abzupacken, um sie so weiter zu verkaufen.
„Dann haben wir flüssige Reinigungsmittel abgefüllt, alles mit der Hand“, beschreibt Yakub Erkol, Geschäftsführer von Erkolfill, die Entwicklung des Familienbetriebs. Um die langwierige Handarbeit zu beschleunigen, wurden schließlich pneumatische und hydraulische Abfüllmaschinen angeschafft. Das Familienunternehmen ließ sich die Eigenmarke „YuSil“ schützen.

Unter diesem Namen werden inzwischen viele Reinigungsmittel angeboten. Das Angebot deckt vom Geschirrspüler bis zum WC-Reiniger den gesamten Haushaltsbereich ab, ergänzt durch Hautpflegeprodukte. Gleichzeitig wurden auf den Abfüllmaschinen auch Produkte von anderen Firmen nach deren Vorgaben in Flaschen gefüllt. „Wir sind ein Volldienstleister, zertifiziert für alle Abfüllungen“, so Erkol. Dabei werden nicht nur Vorschriften rund um Wasserschutz eingehalten, sondern auch in Sachen Hygiene.

In einem Reinluftraum werden die Verdampfungsflüssigkeiten für E-Zigaretten auf die Verbrauchsgebinde gezogen. In den „dampfenden“ Markt stieg das Heiligenhauser Unternehmen mit der Eigenmarke „RKL Golden Flavour“ ein, in einem Labor wird die Rezeptur für das Unternehmen herstellt.
Das Zehn-Mann-Unternehmen ist international aufgestellt. „Durch einen Geschäftsmann, der im Waldhotel abgestiegen war, haben wir 15 Paletten Reinigungsmittel nach China verkauft“, erinnert sich Erkol, der sich immer noch über diesen Deal wundert. „Sonst verkaufen doch die Chinesen solche Sachen hierher.“ Auf Messen in Dubai versuchen die Heiligenhauser auch den arabischen Markt zu erobern. „Mit unseren türkischen Wurzeln kennen wir die Gepflogenheiten in diesen Ländern.“

Interessiert hören sich Bürgermeister Dr. Jan Heinisch und Peter Parnow von der städtischen Wirtschaftsförderung die Geschichte des expandieren Unternehmens an und lassen sich die Abläufe vor Ort zeigen. Vor einem Jahr wurden neue Räumlichkeiten in der ehemaligen Fabrik von Beyer und Müller an der Hauptstraße bezogen. Doch die sind bereits zu klein: „Aus Platzmangel mussten wir einige Aufträge ablehnen“, bedauert Erkol, der auf der Suche nach einer größeren Halle ist – möglichst in Heiligenhaus.
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