Heimliche Helfer

Anzeige
Foto: Gevelhoff
 
Im Kinderkochbus lernen Kinder das kreative Miteinander sowie Essenskultur beim Kochen. Fotos: PR

Es gibt in Velbert, Heiligenhaus und Umgebung engagierte Menschen, die in Form von Stiftungsarbeit Gutes tun. Viele Bürger wissen gar nicht, wo solche Stiftungen überall helfen.

Deshalb wird der Stadtanzeiger im Rahmen einer Themenreihe die Stiftungen und deren Projekte aus der Umgebung vorstellen.

Den ersten Teil gibt es hier zu lesen: Die Idee zur Gründung der Velberter Stiftung Lichtblick kam Jürgen und Martina Schürmann beim Smalltalk auf einer Geburtstagfeier im Jahr 2012. Und so beschloss das Ehepaar, aktiv zu werden und Hilfe zu leisten.

Zuerst war der Plan, eine Arche nach dem Vorbild in Berlin zu gründen, doch schnell wurde uns klar, dass das in Velbert nicht gebraucht wird: Es gibt schon sehr viele ähnliche Angebote und es macht keinen Sinn, das gleiche Angebot nochmal aufzubauen“, erzählt Dr. Dr. Jürgen Schürmann, Initiator der Stiftung.
Zum Beispiel die Offene Ganztagsbetreuung (OGS): „Statt ein ähnliches Prinzip parallel anzubieten, ermöglichen wir lieber Kindern, deren Familie sich die OGS nicht leisten können, dass auch diese am Angebot teilnehmen können“, so Schürmann.
Doch bei der christlich motivierten Stiftung Lichtblick geht es nicht nur um finanzielle Hilfe. Momentan stehen vier Projekte im Raum, die teils schon angelaufen, teils noch in Planung sind, da die Stiftung ja noch recht jung ist.

Das erste Projekt läuft bereits seit Mitte 2011. Die Stiftung schickt FSJler in Grundschulen, die dort als Förderer, Streitschlichter und Pausenbetreuer eingesetzt werden. An drei Velberter Grundschulen wird dieses Projekt bereits erfolgreich umgesetzt. Im nächsten Jahr kommen noch die Grundschule Sontumer Straße und die Martin-Luther-King-Hauptschule hinzu.
„Die FSJler können aufgrund des geringen Altersunterschieds viel einfacher eine Beziehung zu den Schülern herstellen. Außerdem sind die FSJler zwar eine Respektperson für die Schüler, aber die Schüler sehen sie eher als großen Bruder an“, sagt Martina Schürmann. Doch diese Jahrespraktikanten werden nicht nur in den Schulen eingesetzt, sondern auch in örtlichen Gemeinden und zum Beispiel mit der Organisation von Nachmittagsprogrammen betraut.

Das zweite Projekt ist ein Kinderkochkurs in Kooperation mit der Diakonie und verschiedenen Gemeinden, der nach den Sommerferien starten soll. Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren und besteht aus einem eigens umgebauten Doppeldeckerbus, der auf der oberen Etage mit Tischen und Stühlen ausgestattet ist und unten eine komplette Küchenausstattung besitzt. „Wir wollen in diesem Kurs kontinuierlich mit den Kindern kochen. Alle zwei Wochen hält der Bus an den jeweils verschiedenen Standorten und die Kinder bereiten dort in kleinen Gruppen Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise zu“, sagt Jürgen Schürmann.
Ziel dieses Projekts sei es, dass die Kinder gemeinsam etwas zubereiten und auch schnelle positive Rückmeldung bekommen, weil in der Regel alles schmecke. So merken die Kinder ‚ich kann etwas‘ und können gemeinsam Spaß haben.

Ebenfalls um einen umgebauten Bus handelt es sich beim dritten Projekt. Ein „Spielmobil“ ausgestattet mit Musikanlage, Beamer, einer Sitzgruppe und jeder Menge Spielgeräten fährt von Gemeinde zu Gemeinde und bietet Kindern eine Spielmöglichkeit. Doch damit nicht genug: Freitagabends soll der Bus für Jugendliche genutzt werden und diesen Abwechslung und Unterhaltung bieten. Außerdem ist geplant, dass der Bus am Spielplatz an der Höferstraße parkt, während das Jugendzentrum geschlossen sein wird.

Das vierte Projekt ist ein altes CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) Heim in Essen direkt am Baldeneysee. Hier ist in Planung, Freizeiten anzubieten. Kanus und Fahrräder seien bereits vorhanden und es biete sich dort natürlich an, Workshops zum Thema Wasser und Wald zu machen.

So zieht das Ehepaar Schürmann ein durchaus positives Fazit: „Die Stiftung ist generell sehr gut in Velbert und Heiligenhaus angenommen worden und die Projekte sind vielversprechend. Die Stiftung hängt so sehr von Ehrenamtlern und Koorporationen ab, man merkt, dass es unheimlich viele Menschen gibt, die sich engagieren und mitmachen. Die Leute, die haben, geben auch gerne und das ist genau der Gedanke, den wir in Zukunft weiterhin verfolgen wollen.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.