In Heiligenhaus gibt es Schnäppchen

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In Heiligenhaus sind Grundstücke und gebrauchte Immobilien günstig zu haben, wie der der Vorsitzende des Gutachterauschusses für Grundstücke, Wolffgang Schwandke, feststellte. (Foto: Ulrich Bangert)

Boden und Immobilien sind im Nordkreis besonders günstig


„Investitionen laufen nicht an der Börse, sondern in Betongold.“ Das ist die Beobachtung von Wolfgang Schwandke, dem Vorsitzenden des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Mettmann. „2015 hatten wir eine immense Steigerung. Die Leute kaufen, was das Zeug hält“, so die Feststellung des Fachmanns bei der Vorstellung des aktuellen Berichtes, der exakt den Zeitraum von November 2014 bis November 2015 berücksichtigt. „Deshalb fallen da auch noch viele Verkäufe von 2014 rein, weil ab 2015 die Grunderwerbssteuer stark gestiegen ist und viele Verkäufe noch in 2014 abgewickelt wurden.“

91 Prozent der Käufe wurden von Privatpersonen getätigt, die zu 51 Prozent innerhalb der eigenen Stadt kauften. „Zwangsversteigerungen gehen seit Jahren zurück, das liegt sicher auch an den niedrigen Zinsen, dass man nicht so schnell in die Bredouille kommt“, so die Einschätzung von Wolfgang Schwandke. Im vergangenen Jahr wurden 3.741 Käufe mit einem Geldumsatz von 869 Millionen Euro und einem Flächenumsatz von rund 244 Hektar registriert. Die Kauffälle nahmen um 18 Prozent zu und der Geldumsatz um 12 Prozent, der Flächenumsatz nahm allerdings um 14 Prozent ab.

Während die Baulandpreise im Nordkreis stagnieren, „brummt es im Südkreis“, wie Wolfgang Schwandke weiß. Und er liefert auch die Erklärung: „Langenfeld liegt günstig zwischen Köln und Düsseldorf, Hilden zwischen Düsseldorf und Wuppertal. Hilden und Haan gehören in Sachen Baulandpreisen zu den Top Ten in Nordrhein-Westfalen.“ Ein unbebautes Wohngrundstück in guter Lage kostet in Hilden 460 Euro pro Quadratmeter, in mittlerer Lage 400 Euro und in mäßiger Lage 335 Euro – mehr als in einer guten Lage in Heiligenhaus, wo pro Quadratmeter 320 Euro aufgerufen werden, in mittleren Lage liegt der Preis bei 225 Euro, mäßige Lagen kommen auf 190 Euro und das ist der niedrigste Preis in all den verglichenen acht Städten. Ähnlich günstig sind Grundstücke in der Nachbarstadt Wülfrath, die Spanne bewegt sich zwischen 270 und 210 Euro.

Im Südkreis ist die Nachfrage in Citylagen ebenfalls hoch, deshalb liegen die Preise in Hilden zwischen 340 und 1.100 Euro pro Quadratmeter, in Heiligenhaus bewegen sich die Zahlen zwischen 210 und 480 Euro. Hier ist auch das gebrauchte Häuschen besonders günstig: Der durchschnittliche Preis für ein Reihenmittelhaus lag bei 194.000 Euro, in Haan oder Erkrath muss man fast 90.000 Euro mehr hinblättern.

Die Verkäufe von Wohn- und Teileigentum nahmen um 20 Prozent zu und kamen auf 1.897 Fälle. Auch hier lagen die Durchschnittspreise für Neubauwohnungen in Heiligenhaus mit rund 2.750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche besonders niedrig und in Hilden mit 3.300 Euro recht hoch.

Info:
Der Gutachterauschuss ist zuständig für den Kreis Mettmann mit Ausnahme der Städte Ratingen und Velbert. In den beiden größten Städten des Kreises bestehen eigenständige Gutachterausschüsse. Der Grundstücksmarktbericht kann unter www.boris.nrw.de heruntergeladen werden.
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