Schüler zeigen Asylbewerbern ihre Heimat

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Velbert: Talstraße |

Die bundesweite „Aktion Tagwerk“ nahmen einige Schüler des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums (NEG) zum Anlass, um Kontakte zu den Asylbewerbern in ihrer Stadt zu knüpfen.

Organisiert und veranstaltet wird die Kampagne bereits seit 2003. Die Idee ist, dass Schüler anstatt im Unterricht zu sitzen arbeiten gehen und ihren jeweiligen Lohn für Projekte in Afrika spenden. „Die gesamte Schülerschaft des NEG ist diesmal beteiligt“, informiert Lehrerin Birthe Flucht. Die Spenden, die zusammenkommen, gehen im Fall der Velberter Schule zu einer Hälfte an die „Aktion Tagwerk“ und zur anderen Hälfte an den Verein „Medea“.
Einige Schüler der Q2 nutzten die Gelegenheit, um nicht nur Geld für den guten Zweck zu sammeln, sondern in diesem Zusammenhang auch gleich den Asylbewerbern aus der eigenen Stadt etwas Gutes zu tun. Daher statteten sie den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft an der Talstraße einen Besuch ab und boten speziell für die Kinder ein buntes Bewegungsprogramm an. „Eltern, Freunde und Verwandte wurden darum gebeten, diese Aktion mit Spenden zu unterstützen“, so Flucht, die in ihrem Sowi-Zusatzkurs wegen der aktuellen Situation das Thema im Unterricht behandelt.
„Obwohl die Schüler teilweise nur einige Minuten Fußweg von dem Wohnheim entfernt wohnen, haben sie es noch nie bewusst wahrgenommen“, stellte Flucht erstaunt fest. „So nah und doch so fern: Dass Menschen mit solchen Schicksalen in ihrer unmittelbaren Umgebung leben, wurde vielen von ihnen daher auch erst durch die aktuellen Geschehnisse richtig klar.“ Und der Wunsch, sich zu engagieren, war groß.
Neben dem Spieleangebot machte sich eine weitere Gruppe von Schülern mit Flüchtlingen aus Pakistan, Syrien und dem Irak auf eine Erkundungstour durch die Stadt. „Diese Asylbewerber sind erst seit einigen Tagen in Velbert und kennen sich noch nicht aus“, sagt die engagierte Lehrerin. Zentrale Anlaufstellen, wie beispielsweise die Tafel, das Rathaus und der Wochenmarkt sowie auch Second-Hand-Läden zählten daher zu den Zielen. „Aber auch der Herminghauspark, Kirchen und die Moschee wurden den Asylbewerbern gezeigt“, so Birthe Flucht. Zum Abschluss ging es gemeinsam ins Eiscafé.
„Im vergangenen Jahr kamen bei diesem Aktionstag weit über 4.000 Euro zusammen“, berichtet die Lehrerin des NEG. „Dieses Jahr rechnen wir aber mit viel mehr Geld, da zum ersten Mal alle Schüler und nicht nur einzelne Jahrgänge beteiligt waren.“
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