Wilhelm Richter - Kleingärtner aus Leidenschaft

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Velberter ist 60 Jahre Mitglied im Kleingartenverein

Schöne, blühende Landschaften zu schaffen - das ist seine Leidenschaft: Seit 60 Jahren ist Wilhelm Richter ebenso begeisterter wie auch erfolgreicher Kleingärtner. In seinem kleinen Paradies am Asternweg in Velbert gedeihen nicht nur Rosen und fleißige Lieschen, sondern auch Gemüse und Obst.

Besonders stolz ist der 92-Jährige auf seine Kiwis. Mehr als 4.500 Stück hat er vor zwei Jahren geerntet – ein absoluter Rekord. Die Pflanzen hat er vor 35 Jahren als Setzlinge von einem Italien-Urlaub mitgebracht. „Das war damals ein Wagnis. Niemand wusste, ob sie in Nordeuropa überhaupt gedeihen“, berichtet sein Sohn Werner Richter. Doch nach fünf Jahren konnte der Velberter bereits die ersten Früchte ernten. Dieser Erfolg reizte ihn zu weiteren Experimenten. Inzwischen wachsen Physalis, Feigen, Melonen und andere Exoten in der niederbergischen Oase.

„Er ist jeden Tag im Garten, der ist sein Ein und Alles“

Das Gespür fürs Säen, Pflegen und Ernten hat Wilhelm Richter aus seiner alten Heimat in Pommern mitgebracht. Die Eltern hatten dort ein Gut mit Landwirtschaft und was er dort gelernt hat, konnte er später im Kleinen fortführen. „Er ist jeden Tag im Garten, der ist sein Ein und Alles“, sagt Werner Richter.

Gleichzeitig engagierte er sich auch für die Gemeinschaft, war von 1958 bis 1968 Vorsitzender des Vereins Birther Höfe, zunächst am Nelkenweg. Als 1962 die Kleingärten am Asternweg entstanden, brachte er sich mit in die Planung und Gestaltung ein, organisierte Sommerfeste und Kindernachmittage. „Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute eine so schöne Anlage haben“, lobte der heutige Vorsitzende Reiner Hußfeldt bei der Ehrung für die langjährige Mitgliedschaft. Inzwischen ist er nämlich seit 60 Jahren Mitglied. Gemeinsam mit seinem Sohn hegt und pflegt Wilhelm Richter nach wie vor seine Pflanzen. Die ersten Gurken und Tomaten der Saison hat er bereits geerntet.
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