Interview: Regionalliga ist für uns eine große Herausforderung

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Marco Ostermann, der sportliche Leiter der SGW, und Stadtspiegel-Mitarbeiter Peter Mohr unterhielten sich über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der SGW.
„Eine neue Liga ist wie ein neues Leben“, sangen die 09-Fans, als der Aufstieg perfekt war. Kräftig daran mitgearbeitet hat der sportliche Leiter Marco Ostermann, der im Stadtspiegel-Interview Rede und Antwort stand.



Du warst fast zehn Jahre beim VfB Günnigfeld engagiert hinter den Kulissen tätig, aber die SGW hast Du auch in dieser Zeit verfolgt.
Ja, ich habe immer ein Auge auf 09 gehabt. Ich war ja auch sieben Jahre als Co-Trainer im Jugendbereich tätig.

Dann ist es mit Dir und der SGW wie mit der alten großen Liebe....
Ja, das kann man so sagen. Ich bin dem Verein seit 1975 verbunden. Damals habe ich als Pimpf in der Jugend angefangen bei der SGW zu kicken.

Gab es aus dieser Zeit Wattenscheider Spieler, die dich besondern beeindruckt haben?
Na, klar. Vor allem Carlos Babington. Ich weiß, dass er einmal unser F-Jugendtraining geleitet hat. Das war schon ein tolles Erlebnis. Und aus der Zeit natürlich auch Ewald Hammes und Jürgen Jendrossek.

Kommen wir zur Gegenwart. Als Du vor zwei Jahren zur SGW gekommen bist, wie war die Situation?
André Pawlak hatte mit einer No-Name-Mannschaft Platz 6 geholt. Es gab reichlich zu tun - sowohl im sportlichen als auch im organisatorischen Bereich. Dank der guten Zusammenarbeit mit Vorstand und Aufsichtsrat haben wir schon eine Menge bewegt.

Wenn Dir damals jemand gesagt hätte, dass ihr in zwei Jahren in der Regionalliga spielt, hättest Du das ernst genommen?
Nein, daran hat bei uns niemand einen Gedanken verschwendet. Wir wollten in zwei bis drei Jahren zurück in die Oberliga - das war das Ziel. Wir sind jetzt eigentlich schon zwei Schritte weiter.

War die verloren gegangene Aufstiegsrunde gegen Bergisch Gladbach im letzten Sommer für die Entwicklung der Mannschaft vielleicht sogar besser?
Das sehe ich heute genauso. Natürlich waren wir im letzten Jahr enttäuscht und wären gerne aufgestiegen. So ist die Mannschaft aber noch enger zusammengewachsen und jeder Spieler hat sich weiter entwickeln können.

Wann warst Du Dir in dieser Spielzeit sicher, dass es mit dem Aufstieg klappt?
Ich war bis zum Schluss total angespannt. Und erst mit dem Abpfiff der Partie gegen Dornberg ging‘s mir besser. Geglaubt habe ich seit der Winterpause daran, vor allem nach der Verpflichtung unserer Zugänge Lukas Lenz, Jens Grembowietz und Chrsitoph Kasak.

Werfen wir jetzt einen Blick voraus. Ist die Mannschaft jetzt schon regionalliga-tauglich?
Ich glaube ja. Die Mannschaft ist reifer geworden, und ich denke, dass wir gute Chancen haben, den Klassenerhalt zu schaffen. Mehr sollte niemand erwarten.


Wie sieht‘s personell aus?
Wir haben uns in allen Mannschaftsteilen verstärkt. Für ganz vorne mit Mike Hibbeln, dann dahinter Berkant Canbulut, als zusätzlichen „Sechser“ Kevin Kysina und als Mittelfeld-Allzweckwaffe Fatlum Zaskoku

Und wie ist die finanzielle Situation?
Wir sind weiter in der Konsolidierung und starten wahrscheinlich mit dem kleinsten Etat aller Regionalligisten in die Saison. Die nächste Saison ist für uns alle eine große Herausforderung.

Die alte Saison ist gerade erst richtig ausgeklungen, aber es geht Ende Juli schon wieder weiter. Wann beginnt die Vorbereitung?
Trainingsauftakt ist zwischen dem 25. und 27. Juni.
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